Lehnsheide als Open-Air-Klassenzimmer

13. Waldjugendspiele: Kastanienschule erstmals vorn

Die Sieger bekommen die Glückwünsche der Veranstalter.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Groß war der Jubel am Donnerstagmittag auf dem Kinderspielplatz Lehnsheide, denn erstmals hat eine Schule den ersten Preis bei den Waldjugendspielen gewonnen, die bisher immer knapp das Nachsehen hatte: Die Gruppe 14 der Visselhöveder Kastanien-Grundschule holte sich die Glückwünsche ab und hofft nun auf ein ebenso gutes Abschneiden bei der Auswertung aller Ergebnisse auf Altkreisebene.

„Denn solch ein Uhu aus Holz würde sich ganz gut machen bei uns vor der Schule“, sagte ein junger Gewinner. Aber nicht nur um das Holztier geht es bei den alljährlichen Waldjugendspielen der Kreiswaldmärkerschaft, der Jägerschaft des Landkreises Rotenburg, des Forstamts der Kreisstadt und des Klimabündnisses Rotenburg, sondern die Grundschüler der vierten Klassen sollen vieles mitnehmen zum Thema Wald und seine Pflanzen und Tiere. 

„Wir wollen die Kinder über das sensible Ökosystem Wald informieren. Sie sollen einfach das besser kennenlernen, was direkt vor unserer Haustür ist“, unterstreicht Hans-Jürgen Bostelmann, Vorsitzender der Waldmärkerschaft, den Sinn dieser Waldjugendspiele.

Jagdhornblasen ist nicht leicht.

So tobten rund 100 Kinder in 18 Gruppen wissbegierig durch die Visselhöveder Lehnsheide, um an 20 Stationen teilweise sehr knifflige Fragen zu beantworten, bei denen sich so mancher Lehrer, aber auch begleitende Eltern lieber in die hinterste Reihe stellten. Aber nicht nur das Wissen über Hase und Igel, Buche und Fichte waren gefragt, sondern die Kinder sollen „ganz einfach den Wald mit allen Sinnen erleben“, wie Bostelmann betont. 

Denn darüber im Klassenzimmer zu hören, sei die eine Seite, den Wald aber mit all seinen Facetten sozusagen live zu erleben sei eine ganz andere Seite. So erfuhren die Kinder bei der 13. Veranstaltung dieser Art, die zwei Tage zuvor auch in der Kreisstadt Rotenburg durchgeführt worden war, auch etwas darüber, dass nicht nur der Regenwald in den Tropen, sondern auch das kleine Wäldchen Lehnsheide für das Klima und die Artenvielfalt von immenser Bedeutung ist. 

Am Ende des etwa zwei Kilometer langen Rundkurses hatten die Kastanienschüler die Nase vorn. Auf Platz zwei landete die Gruppe 17 der Grundschule Jeddingen und den dritten Rang eroberte die Gruppe drei der Grundschule Horstedt, die extra den weiten Weg nach Vissel auf sich genommen hatte, um an den Spielen teilzunehmen. Vor dem Start musste Bostelmann übrigens ganz schön laufen, denn ein aufmerksamer Waldspaziergänger hatte den Müll aufgesammelt und mitgenommen, den Bostelmann an einer Station extra auslegt hatte, um die Schüler auf die Vermüllung des Waldes aufmerksam zu machen.

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