Kai Hansen ist neu in der Zwergenstube

Kita Wittorf: Erzieher und Schwimmmeiste in Personalunion

Kai Hansen bietet jetzt auch Schwimmkurse für Kita-Kinder an.
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Kai Hansen bietet jetzt auch Schwimmkurse für Kita-Kinder an.

Visselhövede – „Als er uns beim Vorstellungsgespräch mitgeteilt hat, dass er neben seiner sozialpädagogischen Ausbildung auch noch Schwimmmeister ist, da war die Anstellung nur noch eine reine Formsache“, sagt Nicole Kanapin, Leiterin des Jeddinger Kindergartens Spielefüchse. Sie meint damit Kai Hansen, der seit dem 1. Juli einer der fünfköpfigen Männeriege ist, die als Erzieher in den städtischen Kindergärten arbeiten.

Bisher waren Männer immer rar gesät an der Vissel. Genau genommen sind Hansen und seine beiden Mitstreiter René Wendland und Henning Vandreicke beim Kindergarten Zwergenstube in Wittorf angestellt, aber „natürlich helfen wir uns auf dem kleinen Dienstweg gegenseitig aus“, so Kanapin, die mit ihren Kolleginnen aus Jeddingen allerdings „männerlos“ geblieben ist. Die ist aber dennoch sehr froh, dass „wir durch Kai Hansen jetzt wieder Schwimmkurse für unsere Kinder anbieten können, die im kommenden Sommer zur Schule kommen. Diese Berufkombination ist schon ideal.“

So haben sich die Kita-Leitungen kurzgeschlossen, sodass mittwochs und donnerstags das Lehrbecken im Visselhöveder Hallenbad voller Kinder ist. Aus Wittorf sind elf Kinder dabei, aus Jeddingen sechs und aus der neuen Campus-Kita in Visselhövede machen sich neun Kinder mit dem nassen Element vertraut.

„Es geht vor allem darum, dass sich die Kleinen angstfrei im Wasser bewegen. Das funktioniert natürlich mit viel Spiel und Spaß am besten“, sagt Hansen, der in Bad Fallingbostel wohnt und über eine Anzeige der Stadtverwaltung auf die freien Erzieherstellen in Visselhövede aufmerksam geworden ist. „Und als Sozialpädagogikassistent und Fachangestellter für Bäderbetriebe, wie die Schwimmmeister heute heißen, kamen das Angebot und die Möglichkeiten natürlich gerade recht“, freut sich Hansen, dass es mit der Anstellung geklappt hat.

Denn ihm liegt die Schwimmausbildung der Kinder sehr am Herzen: „Da blieben doch während der langen Corona-Zeit die obligatorischen Schwimmkurse doch leider auf der Strecke.“

Fast eineinhalb Jahre sei im und am Lehrbecken kein fröhliches Kinderlachen zu hören gewesen, informiert Anja Runge vom Schwimmbadteam, die sich für Hansens Unterstützung bedankt. „Dass Kinder sich sicher im Wasser bewegen können, ist immens wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden“, fordert Runge, dass die Eltern ihre Kinder nicht nur an den Kita-Schwimmkursen teilnehmen lassen, sondern „auch selber mal mit dem Nachwuchs ins Hallenbad kommen.“

Ziel der Kurse mit Kai Hansen ist es, dass die Fünf- bis Sechsjährigen schon die ersten Schwimmzüge mit den Armen lernen und natürlich mit den Beinen einen Frosch nachmachen können. „Wenn es ganz gut läuft, haben einige Kinder schon ihr Seepferdchenabzeichen, bevor sie eingeschult werden“, ist sich Hansen sicher.

„Auf jeden Fall haben schon die ersten Termine gezeigt, dass selbst die Kinder, die vorher gehörigen Respekt vor dem Wasser hatten, sich jetzt ohne Scheu in die Fluten stürzen. Spielerisch schwimmen lernen – toll“, so Kanapin vom Beckenrand.

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