Stadt sucht dennoch Räumlichkeiten / Kein Zurück zur Schule

Jugendtreff: Standort ist bis Ende 2017 gesichert

Der Jugendtreff-Standort ist vorerst gesichert. - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Seit September 2015 läuft der Visselhöveder Jugendtreff an der Gaswerkstraße. Nach Meinung der jungen Leute ziehen jetzt aber dunkle Wolken über das ehemalige Bauamt, weil das städtische Grundstück an den benachbarten Hotelier verkauft wird. „Kein Problem“, beschwichtigt jedoch Bürgermeister Ralf Goebel. „Der Standort ist bis Ende 2017 gesichert.“

An drei Tagen in der Woche treffen sich die Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren, um an der Playstation ihren Meister zu ermitteln, Brettspiele aufzubauen, kreative Dinge zu erledigen oder auch ganz einfach zu chillen, wie Entspannen neudeutsch genannt wird. „Es wäre schon schade, wenn die Jugendlichen jetzt wieder umziehen müssten“, betont Pädagogin Annette Schlösser vom Verein Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (Sofa), der schon seit Jahren die Betreuung der Heranwachsenden organisiert. Denn die Jungen und Mädchen würden sich ein großes Stück weit mit ihrer neuen Heimat identifizieren, „schließlich haben sie während der Umbauphase auch tatkräftig mitgearbeitet“, so Schlösser. So wurde im vergangenen Herbst aus der schmucklosen Amtsstube ein bunter und jugendgerechter Treffpunkt, der kaum Wünsche offen lässt.

Vorher waren die Jugendlichen lange Zeit in einem Raum an der Oberschule untergebracht. „Einigen hat das sicherlich nichts ausgemacht, andere waren mittags froh, die Schule verlassen zu dürfen und hatten mit einem Jugendtreff dort nichts am Hut. Aber genau diese Jugendlichen wollen wir mit unserem Angebot erreichen“, unterstreicht Sofa-Pädagoge Thomas Tangemann, der auch regelmäßig in Visselhövede anzutreffen ist. „Darum ist ein externer Standort so wichtig.“ Bürgermeister Ralf Goebel sieht den aktuell auch nicht gefährdet: „Wir haben mit dem Käufer des Grundstücks vereinbart, dass der Jugendtreff bis mindestens Ende 2017 dort bleiben kann.“ Der Hotelier benötige in der ersten Phase lediglich die Bauhoffläche für seine Parkplatzerweiterung. „An dem Gebäude des Jugendtreffs besteht zunächst kein großes Interesse“, so Goebel. Aber dennoch suche die Stadt schon nach geeigneten Räumlichkeiten, obwohl sie noch eineinhalb Jahre Zeit habe. „Eine Rückkehr zur Schule wird es aber nicht geben“, betont der Bürgermeister.

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