Viele Mitglieder wechseln in den aktiven Dienst

Jugendfeuerwehr feiert Jubiläum: Nachwuchsförderung seit 50 Jahren

Eigene Parka haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr 2018 erhalten.
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Eigene Parka haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr 2018 erhalten.

Kettenburg – Auch Feuerwehren haben immer mehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern, gelingt nicht überall und fällt gerade in kleineren Ortschaften schwer. Ein Instrument dagegen ist für Brandschützer der Aufbau von Kinder- und Jugendfeuerwehren. In der Stadt Visselhövede feiert die erste am 1. Juni 50-jähriges Bestehen.

Am 1. Juni 1971 hat sich in Kettenburg eine Jugendfeuerwehr gegründet. Zehn Mitglieder und die Jugendwarte Manfred Röhrs und Gerhard Hühner fanden damals zusammen. Nachdem Kettenburg nach der Gebietsreform 1973 zur Stadt Visselhövede gehörte, traten auch Jugendliche aus Jeddingen und Visselhövede bei.

Das wohl wichtigste Ziel einer Jugendfeuerwehr ist es, junge Brandschützer auszubilden und mit der Volljährigkeit in den aktiven Feuerwehrdienst zu übergeben. Das ist den Kettenburgern gelungen, was sich zum Beispiel an einigen Jubilaren aus der Gründungszeit zeigt. „Am 1. Juni sind die Gründungsmitglieder Detlef Mutschler, Bernd Johannmeyer und Klaus Lange bereits ein halbes Jahrhundert ein starker Bestandteil der Kettenburger Feuerwehr“, berichtet die stellvertretende Jugendwartin Tina Stimbeck.

Knapp über die Hälfte wechselt in den aktiven Dienst

Aktuell sind zehn Jungen und drei Mädchen Teil der Jugendfeuerwehr Kettenburg. Rückblickend haben sich in den 50 Jahren insgesamt 174 junge Menschen engagiert, 91 von ihnen seien später bei der Feuerwehr geblieben. „Dies bedeutet, dass 52,5 Prozent der in Kettenburg ausgebildeten Jugendlichen dem aktiven Dienst der Feuerwehr in diversen Ortschaften beigetreten sind“, verdeutlicht Stimbeck die Bedeutung der Organisation für die Brandschützer in der Umgebung.

Schon früh haben die Kettenburger den Wert ihrer Jugendfeuerwehr erkannt: 15 Jahre nach der Gründung startete der Anbau des Feuerwehrhauses, sodass mehr Platz zum Üben zur Verfügung stand.

Von Beginn an haben sich die Mitglieder in Wettbewerben mit anderen jungen Feuerwehrleuten gemessen.

Üben, ausbilden, aber auch einfach Spaß haben stand für die Jugendwarte im Vordergrund. Ein Blick auf die Erfolge zeigt aber auch, dass die Bemühungen der Organisatoren Früchte zeigten. Ein Beispiel: Zum 40-jährigen Bestehen 2011 wurden die Kreiswettbewerbe in Kettenburg ausgerichtet. Die Jugendfeuerwehr nahm mit zwei Mannschaften teil, die erste belegte den ersten Platz und die zweite Mannschaft den siebten Platz. Anschließend durfte die erste Mannschaft daher am Bezirkswettbewerb teilnehmen und rangierte dort auf dem 19. Platz. „Drei Punkte fehlten, um die Qualifizierung für den Landesentscheid zu holen“, erinnert sich Stimbeck. Aber auch in anderen Jahren haben sich die Kettenburger bei Kreiswettbewerben gut geschlagen und Erfolge mitgebracht, „worauf wir sehr stolz sind“, sagt Stimbeck.

Schnupperdienst möglich

Auch anlässlich des Jubiläums in diesem Jahr wollten die Mitglieder die Chance nutzen und sich auf heimischem Terrain mit anderen Jugendfeuerwehren im Landkreis zu messen – und natürlich zu feiern. Die Ausrichtung der Kreiswettbewerbe ist allerdings aufgrund der Pandemie nicht möglich. Ob aber noch gefeiert werden kann, darüber gibt es noch keine Entscheidung. „Wir hoffen, die Feier nachholen zu können“, berichtet Stimbeck. Wer möchte, kann sich für einen Schnupperdienst bei den beiden Jugendwarten Thore Ahlers (0174 / 9008563) oder Tina Stimbeck (0162 / 3076116). Teilnehmen können Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren.

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