Jürgen Klein freut sich auf die Menschen in und um Visselhövede

Neuer Pastor in der Gemeinde

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Pastor Jürgen Klein (l., mit Pastor Peter Thom) ist die Vertretung für Karin Klement und jetzt drei Tage in der Woche in der Woche in der Kirchengemeinde tätig.

Visselhövede - Jürgen Klein ist 49 Jahre jung, Single, spricht neben Deutsch und Englisch auch Amharisch, die offizielle Landessprache Äthiopiens, und ist seit Montag die Vertretung für die erkrankte Visselhöveder Pastorin Karin Klement.

„Migrant mit Suchbewegungen“, so beschreibt Pastor Klein seine momentane Situation. Am 31. Oktober wurde er von seiner Pfarrgemeinde in Bramsche (Landkreis Osnabrück) verabschiedet und ist nun drei Tage in der Woche zusätzlich zu den Gottesdiensten in Visselhövede eingesetzt.

„Den Rest meiner Arbeitszeit verbringe ich mit meiner Dissertationsarbeit an der kirchlichen Hochschule in Wuppertal für kulturelle und interkulturelle Studien.“ Zwei Jahre lang wird es noch dauern, schätzt Klein, bis seine Arbeit über christlich-muslimische Beziehungen in Äthiopien fertig ist. Dann wird er auch weiterhin im Kirchenkreis Rotenburg eingesetzt.

Zu seinem Dienstumfang in Visselhövede gehören die Kernaufgaben eines Pastors wie unter anderem Taufen und Beerdigungen. Aber darüber hinaus ist er auch sehr interessiert, die Gruppen und die Aktivitäten der Gemeinde und der Region kennen zu lernen.

„Ich habe großes Interesse an Fragen interreligiöser Beziehungen, die insbesondere durch die Flüchtlingssituation neue Brisanz erhalten“, verdeutlicht Pastor Jürgen Klein.

Schließlich war er nach seiner theologischen Ausbildung in Hermannsburg von 1998 bis 2012 mehr als 14 Jahre als Pastor und Theologe in Äthiopien in der Kirche „Mäkane Ijäsus“ tätig.

„Zunächst war ich an der Graswurzelebene beim ganzheitlichen Aufbau von kleinen Gemeinden in mehrheitlich muslimischen Gebieten eingesetzt“, berichtet der Pastor. Mit den Aufgaben dort sei auch eine enorme Entwicklungsarbeit verknüpft. So half Klein beim Aufbau von Grundschulen, Kindergärten und Wasserprojekten.

Von 2006 bis 2009 war er dort auf Synodenebene als Berater für Theologie und Evangeliumsarbeit eingesetzt. „Die Beschäftigung mit dem äthiopischen Islam und den christlich-muslimischen Beziehungen wurde ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Insgesamt gesehen waren es sehr erfüllte Jahre.“

Ende Dezember 2013 kam der Theologe nach Deutschland zurück und arbeitete für neun Monate im Evangelischen Missionswerk in Hermannsburg in der Öffentlichkeitsarbeit.

Von Juni 2014 an war er als Pastor in Moordorf in Ostfriesland tätig und danach mit 50 Prozent in Berge im Landkreis Osnabrück.

„Die Wechsel der Gemeinden haben mir Einsichten in ganz unterschiedliche Regionen gegeben, die ich sehr bereichernd fand“, sagt Klein. Nun freut er sich auf die Menschen und die Arbeit in und um Visselhövede.

Der Begrüßungs- und Vorstellungsgottesdienst durch Superintendentin Susanne Briese ist auf den kommenden Sonntag ab 9.30 Uhr in der Visselhöveder St.-Johannis-Kirche terminiert.

aki

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