Janika Rehaks Roman verspricht Gänsehaut

Jeddingerin im Zombie-Land

Janika Rehak mit ihrem Erstlingswerk.
+
Janika Rehak mit ihrem Erstlingswerk.

Jeddingen – „Ja, es ist schon ein tolles Gefühl, den eigenen Namen auf dem Buchtitel zu lesen!“ Janika Rehak macht aus ihrem Stolz keinen Hehl. Warum auch, schließlich darf sich die 38-Jährige nun endlich als echte Schriftstellerin bezeichnen. Denn die Jeddingerin, die jetzt mit ihrer Familie in Verden lebt und vielen Lesern unserer Zeitungen noch bestens bekannt ist als Freie Mitarbeiterin der Rotenburger Rundschau, hat jetzt ihr Erstlingswerk auf den Markt gebracht.

„Elegie“ heißt es. Und was so harmlos klingt, hat es durchaus in sich, denn Rehak schreibt für die „Zombie Zone Germany“. Und schon auf der ersten Seite ihres 288 Seiten starken Gruselromans wird gewarnt, dass man das Buch besser nicht lesen sollte, wenn man sich in einer psychischen Destabilisierung befindet.

„Aber so bluttriefend ist die Geschichte nun auch wieder nicht“, sagt die 38-Jährige lachend. „Aber der Leser darf sich schon auf eine Gänsehaut freuen, aber Splatter, also eine Darstellung von exzessiver Gewalt, gibt es in dem Buch nicht.“

Aber dennoch hat sie das Horror-Genre jetzt als ideal für sich entdeckt. Denn nach vielen Kurzgeschichten und natürlich dem Job als Freie Journalistin kann die junge Mutter ihr „kreatives Schreiben“ in diesen Zombie-Geschichten „am besten“ ausleben.

Und die Leser der Region, die „Elegie“ bald in den Händen halten, werden eine vertraute Umgebung entdecken, denn ein Großteil des Buches spielt am südlichen Ende der Lüneburger Heide, quasi vor Visselhövedes Haustür. In dem Roman geht es um den Star-Pianisten Yosh Maibach, der in einer Krise steckt. Frau weg, Inspiration weg, die Karriere ödet ihn nur noch an. Als dann auch noch Zombies durch seinen Vorgarten laufen, schließt er sich in seinem Herrenhaus ein, ohne Absicht, es je wieder zu verlassen. Yosh hat immer für die Musik gelebt. Nun ist seine Welt verstummt. Bis eines Tages eine Gruppe unerwarteter Gäste vor der Tür steht.

„Von Mitte Dezember vergangenen Jahres bis April ‘21 habe ich daran gearbeitet“, verrät Rehak, deren Buch natürlich in der Papierausgabe, aber auch als E-Book im Handel zu haben ist.

Beim Schreiben des Romans, in dem sich die Menschen durch die fortwährende Anwesenheit der Untoten auf eine völlige veränderte Lebensituation einstellen und mit ihr klarkommen müssen, habe sie durchaus Parallelen zu der aktuellen Corona-Lage im wirklichen Leben entdeckt. „Auch dort stehen wir seit fast zwei Jahren vor einer Herausforderung, die tief in unser Leben eingreift und die irgendwas mit uns Menschen macht.“

So ganz nebenbei spielt in Rehaks Buch auch die dörfliche Gemeinschaft und damit das manchmal sehr enge, aber auch komplizierte Miteinander eine Rolle. Aber diese Parallelen seien eher zufälliger Natur gewesen. „Aber wer weiß, vielleicht schwingt dieses aktuelle Corona-Gefühl beim Schreiben im Unterbewusstsein immer ein bisschen mit.“

Bisher hatte Rehak ihre Brötchen mit Zeitungsberichten, aber auch mit Science-Fiction-Geschichten und adaptierten Märchen verdient – jetzt halt mit Zombies, die in einer ganzen Reihe erscheinen, die die Zombie Zone Germany auf den Markt bringt. „Aber jeder einzelne Roman ist für sich abgeschlossen“, sagt Rehak, die froh ist, mit Claudia Rapp eine Herausgeberin für ihr Werk gefunden zu haben.

„ELEGIE“

Das Buch von Janika Rehakt ist im Amrûn-Verlag erschienen und kostet 12,90 Euro. Es ist unter der ISBN-Nummer 978-3-95869-469-9 zu bestellen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Scheeßel: Entgeltfreies Corona-Testzentrum auf Gemeindefläche sorgt für Unmut im Rat

Scheeßel: Entgeltfreies Corona-Testzentrum auf Gemeindefläche sorgt für Unmut im Rat

Scheeßel: Entgeltfreies Corona-Testzentrum auf Gemeindefläche sorgt für Unmut im Rat
Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes
Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben
Weiterhin Schule in Präsenz?

Weiterhin Schule in Präsenz?

Weiterhin Schule in Präsenz?

Kommentare