Eigentümer bringt es auf eine einfache Formel: Keine Gäste, keine Kneipe

Gasthaus Leefers: Nach nur einem Jahr ist wieder Schluss

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Mitte August schließt das Jeddinger Gasthaus nur ein Jahr nach der Neueröffnung seine Türen.

Jeddingen - Von Jens Wieters. Nach nur einem Jahr schließen sich die Türen des traditionellen Jeddinger Gasthauses Leefers wieder. „Man kann das Ganze eine gewisse Zeit mit Verlust betreiben, aber irgendwann geht es nicht mehr und es ist nur Liebhaberei“, so der Eigentümer, der namentlich nicht genannt werden möchte.

So sei eine Schließung „in etwa Mitte August“ geplant, die Angestellten hätten bereits ihre Kündigung bekommen, berichtet der Eigentümer, der die Gaststätte an die „Leefers GmbH“ verpachtet hat. Für deren Geschäftsführerin Anka-Maria Walther „gibt es viele verschiedene Gründe zuzumachen, die aber in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben.“

Fakt sei aber, dass einfach zu wenig Gäste das Lokal, zu dem neben einem Gastraum auch ein Restaurant und ein Hotelbetrieb mit sechs Doppelzimmern gehört, ansteuern würden. „Und wir können nicht die Angestellten bezahlen, die auf den einen oder anderen Kunden warten, der vielleicht mal ein Bier trinken will“, so Walther.

Wie sicherlich vielen anderen Gastronomen hätten auch ihr die vielen privaten Feiern zu schaffen gemacht. „Immer mehr Festivitäten finden in Scheunen oder Vereinsheimen statt und wir sind außen vor.“

Am 1. August vergangenen Jahres wurde die Einweihung gefeiert und die Jeddinger staunten über die Neugestaltung der Gasträume, die mit viel Geld modern hergerichtet wurden. „Aber nur von vielen guten Wünschen kann man nicht leben, wir brauchen auch die Leute, die an der Theke ein Bierchen trinken oder auch etwas essen“, so der Eigentümer, der die Grundstücke und die Gebäude seinerzeit aus einer Insolvenz erworben hatte.

Die Besucher hätten sich eben nicht die Türklinke in die Hand gegeben, so dass jetzt ein Schlussstrich gezogen werden müsse. „Die zweite Gastwirtschaft im Dorf wurde einfach nicht angenommen“, so der Eigentümer. Die Fußballer seien nach den Spielen ebenso weggeblieben wie die anderen Institutionen, „und von deren Besuchen oder Feiern lebt nun mal eine Dorfkneipe“. Ob die Gastronomie so ganz aus dem Haus verschwindet, steht aber noch in den Sternen.

„Wir stehen aktuell in Verhandlungen mit einem möglichen Nachfolger. Konkretes möchte ich aber noch nicht sagen“, so Anka-Maria Walther. Auch eine Vermietung des großen Saals, den es in dieser Form kein zweites Mal in Visselhövede gebe, sei möglich.

Der Eigentümer hat ebenfalls noch keine konkreten Pläne. „Aber auch eine Vermietung an die Stadt als Flüchtlingsunterkunft oder an eine Jugendhilfeeinrichtung kommt in Betracht.“

Walther und der Eigentümer wollen aber noch das Erntefest ausrichten: „Entweder in Eigenregie oder mit einem Caterer.“

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