Neue Gebührenkalkulation für Abwasserentsorgung

Ab Januar ist jede Klospülung deutlich teurer

+
Ab Januar werden höhere Gebühren für die Abwasserentsorgung fällig.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Klärschlammvererdungsanlage der Stadt Visselhövede arbeitet „suboptimal“, wie Bürgermeister Ralf Goebel während der vergangenen Sitzung des Finanzausschusses hervorhob. Und das ist unter anderem auch ein Grund dafür, warum die Gebühren für die Abwasserbeseitigung im kommenden Jahr teilweise drastisch steigen werden.

Besonders bei der dezentralen Entsorgung schlagen die Beiträge deutlich durch. Wer eine abflusslose Sammelgrube zuhause hat, der wird künftig mit 85,10 Euro pro Kubikmeter zur Kasse gebeten. Bisher waren für die Abfuhr 42 Euro fällig. Für die Hauskläranlagen zahlen die Eigentümer ab Januar 76,50 Euro pro Kubikmeter statt 57 Euro.

„Die deutliche Erhöhung ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr Grundstücke mit dezentraler Entsorgung an die zentrale Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen werden“, informierte Kämmereimitarbeiterin Sandra Hatesohl den Ausschuss. Zudem sei eine neue Ausschreibung der Abfuhrleistungen erfolgt, die zur Erhöhung der Kostenpositionen geführt habe. Unter anderem wurde der Zuschlag für die Schlauchlänge ab 40 Meter mit in die Abfuhrleistung einkalkuliert.

Aber auch für die zentrale Abwasserbeseitigung müssen die Visselhöveder künftig tiefer in die Taschen greifen. „Für das Jahr 2019 wurde eine Schmutzwassergebühr von 2,98 Euro pro Kubikmeter ermittelt. Da die gegenwärtige Gebühr 2,59 Euro beträgt, wird empfohlen, die Gebühren auf 2,98 zu erhöhen“, forderte Hatesohl. Sie stellte aber noch weitere Erhöhungen in Aussicht: „Auch für 2020 muss mit einer deutlichen Steigerung der Gebühren gerechnet werden. Nach derzeitigem Stand wird die Erhöhung bei rund 30 Cent pro Kubikmeter liegen.“

Es ist nicht leicht, den Klärschlamm loszuwerden

Bürgermeister Ralf Goebel macht vor allem die nicht gut funktionierende Klärschlammvererdungsanlage für die Anpassung verantwortlich: „Wir haben einen sehr hohen Wasseranteil im Klärschlamm.“ Das schlage sich bei der weiteren Entsorgung nieder. Außerdem sei es heute nicht mehr so einfach, den Schlamm loszuwerden. „Auf landwirtschaftlichen genutzten Flächen ist es kaum mehr möglich. Also bleiben nur Verbrennungsanlagen. Aber davon gibt es nicht so viele. Darum muss der Schlamm zwischengelagert werden“, erläuterte der Bürgermeister.

Dennoch liegt Visselhövede bei der zentralen Entsorgung im Vergleich zu Nachbarkommunen im unteren Mittelfeld. Denn in Rethem kostet der Kubikmeter 4,68 Euro. In Bad Fallingbostel hingegen nur 1,50. „Wie die das machen, möchte ich gerne mal wissen“, so Ausschussvorsitzender Willi Bargfrede (CDU).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Das waren die zwölf erfolgreichsten Deals aus "Die Höhle der Löwen"

Das waren die zwölf erfolgreichsten Deals aus "Die Höhle der Löwen"

BVB dominiert bei Weinzierl-Debüt - FCB beendet Negativserie

BVB dominiert bei Weinzierl-Debüt - FCB beendet Negativserie

Fotostrecke: Eggestein-Show auf Schalke

Fotostrecke: Eggestein-Show auf Schalke

Tausende Migranten warten auf Einreise nach Mexiko

Tausende Migranten warten auf Einreise nach Mexiko

Meistgelesene Artikel

200.000 Euro Schaden nach Brand in ehemaliger Molkerei

200.000 Euro Schaden nach Brand in ehemaliger Molkerei

Ministerpräsident Weil  informiert sich über Angebote im Rotenburger Diakonieklinikum

Ministerpräsident Weil  informiert sich über Angebote im Rotenburger Diakonieklinikum

Schwitscher Oktoberfest mit Bierkrugstemmen und Dirndlwahl

Schwitscher Oktoberfest mit Bierkrugstemmen und Dirndlwahl

Gemeinde feiert Richtfest für das neue Domizil der Ortswehren Bartelsdorf und Wohlsdorf

Gemeinde feiert Richtfest für das neue Domizil der Ortswehren Bartelsdorf und Wohlsdorf

Kommentare