Gutachten ist nur Grundlage, aber ...

Visselhöveder Stadtrat: Ja zum Einzelhandelskonzept

Aldi- und Combi-Schild
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Der Einzelhandel erfährt aktuell einen gewaltigen Wandel – auch in Visselhövede.

Der Visselhöveder Stadtrat steht dem Einzelhandelskonzept positiv gegenüber - das soll aber nicht heißen, dass es gleich auf die Suche nach neuen Supermarktflächen geht.

Visselhövede – Der Visselhöveder Stadtrat hat das vor knapp zwei Jahren in Auftrag gegebene Einzelhandelskonzept inklusive einer Stadtbildanalyse zustimmend zur Kenntnis genommen. Des Weiteren wird die Verwaltung beauftragt, an der Weiterentwicklung des Konzepts zu arbeiten und dessen Empfehlungen umzusetzen.

„Das heißt jetzt aber nicht, dass wir beginnen, nach geeigneten Flächen für einen weiteren Supermarkt zu suchen“, schränkte Bürgermeister Ralf Goebel ein. Manche Bürger kämen nämlich zu dem Schluss, dass die Zustimmung zu solch einem Konzept gleichbedeutend sei mit einem Freibrief für neue Ansiedlungen. „Aber das Einzelhandelskonzept ist bisher nur eine Zusammenfassung von Wirtschaftsdaten über das Konsumverhalten unserer Bürger und zeigt auf, wohin die Reise führen könnte.“

Das bereits dem Gewerbeverein und auch verschiedenen Ausschüssen vorgestellte Konzept beinhaltet neben der Ermittlung des Kaufkraftniveaus auch eine Umfrage, die die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung initiiert hatte. Dabei kam heraus, dass viele Visselhöveder vor allem Lebensmittel in anderen Orten kaufen, dass die Stadt sehr wohl noch einen zweiten Vollsortimenter vertragen könnte und dass die Discounter ein wenig überrepräsentiert seien.

Im Vorfeld hatte der Stadtrat bereits das Versorgungsgebiet in der Innenstadt, wo sich noch etwas entwickeln könne, klar umrissen. Grob gesagt zwischen dem Kreisel Rotenburger Straße und der Unterführung Süderstraße sowie zwischen Kreuzung Zollikofer-/Soltauer Straße im Norden und dem Kreisel Lindenstraße im Osten.

„Ich stimme zwar zu, aber mir ist der Bereich zu sehr auf den Innenstadtkern begrenzt“, so Astrid Kirmeß (CDU) in Anspielung darauf, dass eine Lidl-Erweiterung so nicht möglich ist. Dagmar Kühnast (SPD) betonte, dass „wir jetzt wissen, wie die Kundenströme laufen, wo die Grenzen sind und welchen Einfluss das Regionale Raumordnungsprogramm mit Blick auf mögliche Förderungen bei dieser Thematik hat“.

Eckhard Langanke war vorher mit seinem Antrag ebenso gescheitert, das kleine Wörtchen „zustimmend“ aus dem Beschlussvorschlag streichen zu lassen, wie Heiner Gerken von den Grünen, der von einer Konzeptweiterentwicklung und einer Umsetzung der Empfehlungen durch die Verwaltung nichts wissen will: „Ich sehe das Konzept lediglich als groben Leitfaden.“

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