Bürgermeister präsentiert Hallenbad-Zahlen

Investitionen von 8,2 Millionen Euro in 21 Jahren

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Nicht immer ist das Visselhöveder Hallenbad so voll wie beispielsweise beim Schwimmfest der Oberschule.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Ich will das Bad in keinster Weise schlecht reden, aber das sind die Fakten, die nicht wegzudiskutieren sind.“ Mit diesen Worten präsentierte Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur und Sport einige Zahlen.

Demnach wurden in den vergangenen 21 Jahren rund 8,2 Millionen Euro in das Hallenbad und den Saunabereich gesteckt. Die Zahlen hatte der Verwaltungschef auflisten lassen, um damit den Fragenkatalog des Wassersportfördervereins zu beantworten, der aus dem Rathaus eine Statistik angefordert hatte. 

Demnach hat das Hallenbad etwas mehr als 45 Stunden pro Woche für den allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet. Im Durchschnitt besuchen rund 24.500 Besucher pro Jahr das Vissel-Bad. Hinzu kommen noch 2500 Saunagäste, die in den beiden unterschiedlich heißen Kabinen schwitzen.

Nur gut acht Saunagänger pro Tag

„Das sind durchschnittlich nur rund 8,3 Sauna-Besucher pro Öffnungstag“, bilanzierte Goebel.

Für die Schulen habe das Bad elf Stunden pro Woche geöffnet. Hinzu kämen noch die Arbeitsgemeinschaften der Oberschule in den Nachmittagsstunden.

„Im vergangenen Jahr haben wir ein Defizit von gut 300.000 Euro für das Hallenbad verbucht“, bilanzierte der Bürgermeister. Insgesamt habe die Stadt in den vergangenen 21 Jahren durch verschiedene Maßnahmen im technischen und baulichen Bereich rund 8,2 Millionen Euro in das Bad investiert.

„Abzüglich der Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen blieben immer noch sechs Millionen aus den städtischen Haushalten“, informierte Goebel den Ausschuss und betonte, dass die Besucher das Bad aktuell noch zu sehr günstigen Eintrittspreisen besuchen würden.

Diskussionen um Edeka

Hintergründe der erneuten Debatte und auch für die Anfrage des Fördervereins waren sicherlich die immer noch im Raum stehenden Diskussionen über eine mögliche Ansiedlung des Vollsortimenters Edeka.

Das für das Unternehmen tätige Planungsbüro hatte der Stadt signalisiert, auch das Hallenbad zu übernehmen, um es mit einem Betreibermodell nachhaltig zu bewirtschaften. „Das könnte möglicherweise den Eintrittspreis sogar noch vergünstigen“, mutmaßte Goebel.

Aber genau diese Konstellation, dass ein externes Unternehmen das Hallenbad betreibt, hatte unter anderem der Seniorenbeirat noch während der Sitzung abgelehnt, weil er befürchtet, dass das Bad mangels ausreichendem wirtschaftlichen Erfolg geschlossen werden könnte.

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