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Internationale Razzia: Ermittler durchsuchen Visselhöveder Wohnung

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Von: Jens Wieters

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Eine aufgebrochene Tür
Eine Haustür an der Goethestraße hat die Polizei aufgebrochen. © Wieters

Bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern im Rahmen von Ermittlungen gegen eine global agierende Bande von mutmaßlichen Drogenhändlern sind elf Menschen festgenommen worden. Die Ermittler schlugen auch in Visselhövede zu.

Visselhövede – Schwarze BMW-Limousinen mit Magnetblaulichtern an der Visselhöveder Goethestraße, auf dem City-Parkplatz zwischen Combi und Aldi zwei weitere Mannschaftswagen der Polizei und auf beiden Seiten der Straße schwer bewaffnete und vermummte Beamte: Spezialkräfte des Landeskriminalamts Niedersachsen (LKA) haben am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr eine Wohnung und ein Ladengeschäft in der Innenstadt durchsucht.

Details zu Visselhövede werden ausgewertet

Hintergrund ist laut Mitteilung des LKA eine „konzentrierte Durchsuchungs- und Festnahmeaktion gegen den organisierten Rauschgifthandel, an der das LKA, Zollfahnder und die Staatsanwaltschaft Hannover beteiligt waren“. Ob es in Visselhövede zu Festnahmen oder zur Sicherstellung von möglichen Beweismitteln gekommen ist, wollte das LKA am Mittwoch nicht bekannt geben: „Die Ergebnisse der Durchsuchungen werden aktuell ausgewertet und demnächst vorgestellt.“

Seit 2020 führe die „Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift“ (GER), bestehend aus Beamten des LKA Niedersachsen und Zollfahndern aus Hannover, umfangreiche verdeckte Ermittlungen gegen eine international agierende Tätergruppierung aus dem Raum Hannover durch. „Diese Ermittlungen mündeten am Mittwoch in einer konzentrierten Durchsuchungsaktion in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien und Paraguay“, heißt es weiter.

Schwerpunkt ist Raum Hannover

Am frühen Morgen wurden 35 Wohnungen und Geschäfte mit dem Schwerpunkt in der Region Hannover, aber auch in Celle, Walsrode, Sarstedt, Wolfsburg, Meinersen, Achim und eben auch in Visselhövede sowie in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen durchsucht. „Bei dem Einsatz wurden elf Personen vorläufig festgenommen. Dieser international agierenden Tätergruppierung wird unter anderem vorgeworfen, Kokainlieferungen von mehr als 23 Tonnen aus Südamerika in die EU gebracht zu haben“, sagt LKA-Sprecher Philipp Hasse.

Die Staatsanwaltschaft Hannover mit ihrer Zentralstelle für Betäubungsmittel-Strafsachen habe auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse neben zahlreichen Durchsuchungsanordnungen auch eine Vielzahl von Haftbefehlen für die agierenden Personen beantragt. „Die heutigen Maßnahmen sind der vorläufige Höhepunkt der Ermittlungen, die wir seit 2020 akribisch führen. Bereits im vergangenen Jahr konnten Ermittler der GER im Rahmen dieser Ermittlungen rund 130 Kilogramm Marihuana und Kokain sowie eine Million Euro sicherstellen“, wird LKA-Präsident Friedo de Vries in der Mitteilung zitiert.

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