Inspekteure in Oberschule / Viele positive Dinge und ein bisschen Nachholbedarf

Am Ende eine gute Drei

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Lehrer Christian Schulte erläuterte dem Ausschuss die Funktion eines Whiteboards.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Da brauchen wir nicht drumherum zu reden, das ist nicht gut“, sagte Oberschulrektor Gerard Dyck im Visselhöveder Bildungsausschuss. Gemeint waren ein paar Bereiche im Alltag, denen die Schulinspektion kein gutes Zeugnis ausgestellt hatte.

So erfüllt die Einrichtung nicht die Grundanforderungen zur Förderung einer individuellen Kompetenzentwicklung der Jugendlichen. Das Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung aus Hildesheim hätte nämlich gern gesehen, dass die individuelle Lernentwicklung der Schüler in allen Fächern und Jahrgängen dokumentiert wird. „Und das unter der Berücksichtigung von Förderzielen und Maßnahmen“, hat die Behörde der Schule ins Aufgabenheft geschrieben.

„Solch eine Dokumentation haben wir so nicht gemacht, dass müssen wir dringend nachholen“, informierte Dyck den Ausschuss darüber, dass die Empfehlungen in den Lehrerzimmern der Schule sehr ernst genommen würden. Auch bei der Verbesserung ihres schuleigenen Curriculums ist die Behörde mit der Oberschule nicht so richtig zufrieden, und hat einige Tipps schriftlich fixiert.

Dass es am Ende dann doch für eine gute Drei reichte, haben die Häuser an der Lönsstraße und Auf der Loge aber ihren unbestrittenen Vorteilen zu verdanken. So gab es ein Plus für Rektor Dyck, der die Lehrkräfte im Unterricht besucht und auch über die Umsetzung des eigenen Lehrplans immer im Bilde ist.

Dass die Oberschule ihre Entwicklung über ein eigenes Programm steuert, findet die Behörde klasse, und auch in Sachen Prävention gab es ein dickes Lob von den Fachleuten: „Zur Umsetzung von Maßnahmen werden unter anderem Präventionsbeauftragte eingesetzt, ein Mobbing-Interventionsteam sowie ein Trainingsraum installiert.“

Gerard Dyck unterstrich, dass die Visselhöveder Einrichtung landesweit eine der ersten Oberschulen gewesen sei, die sich dieser Inspektion unterziehen musste. „Von daher ist das Ergebnis auch nicht vergleichbar.“

Hauptamtsleiter Klaus Twiefel betonte, dass die Stadt als Schulträger „schon einen kleinen Schock bekommen“ hätte, weil die Quote in einigen Bereichen unter 50 Prozent gelegen habe, „aber man muss auch wissen, dass die Behörde bei ihren Kurzbesuchen jeweils nur einen kleinen Ausschnitt des Schullebens mitbekommen hat.“

Ihm pflichtete Bärbel Lattemann, Leiterin der Kastanien-Grundschule, bei: „Die Inspekteure sind nur 20 Minuten in den jeweiligen Klassen, haben aber nicht mitbekommen, wie der Unterricht vor- und auch nachbereitet wurde. Darum sind die Ergebnisse auch mit Vorsicht zu genießen.“

Dass das gymnasiale Angebot in der Oberschule auch nach den Sommerferien weiter Bestand hat, davon geht Rektor Dyck ganz stark aus. „Die Genehmigung läuft zwar in diesem Jahr aus und ich habe bisher auch noch nichts Schriftliches, aber es gab vom Landkreis noch keine Alarmsignale.“

Warum auch, denn computertechnisch ist die Schule auf dem neuesten Stand. Davon durften sich die Ausschussmitglieder während einer Demonstration an einer modernen Tafel, dem sogenannten Whiteboard, und im neuen PC-Raum überzeugen.

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