Angebote im Begegnungs- und Zukunftshaus in Planung

Im Visselhöveder BuZ ist Inklusion inklusive

Info-Point unter Corona-Regeln eingeweiht (v.l.): Krzysztof Synak, Edeltraud Böhme, Handan Kani-Salidou, Ann-Kathrin Cohrs und Christian Oddoy.
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Info-Point unter Corona-Regeln eingeweiht (v.l.): Krzysztof Synak, Edeltraud Böhme, Handan Kani-Salidou, Ann-Kathrin Cohrs und Christian Oddoy.

Visselhövede – Das Visselhöveder Haus der Bildung wird gerade von den Handwerkern mächtig umgekrempelt, damit die Rotenburger Werke als neuer Ankermieter ihre Ideen dort verwirklichen können. Es wird zwar noch ein paar Wochen dauern, bis die Arbeiten an dem künftigen Begegnungs- und Zukunftshaus (BuZ) beendet sind, aber wer sich informieren will, was dort alles geschieht und demnächst angeboten wird, der ist jetzt im Info-Point im Geschäft von Edeltraud Böhme, die von der Straße zu den Visselwiesen an die Goethestraße umgezogen ist, an der richtigen Adresse.

„Denn hier laufen im Moment alle Fäden zusammen, was unser Engagement im Haus der Bildung angeht“, sagt Ann-Kathrin Cohrs, Bereichsleiterin der Visselhöveder Wohngruppe und Tagesförderstätte der Rotenburger Werke.

Zwar bremse die Corona-Pandemie den Start der Kreativ-Workshops ein wenig aus, aber so „haben wir mehr Zeit für die Vorbereitungen“. So werden in Zusammenarbeit mit der ausgebildeten Pädagogin Edeltraud Böhme Kurse angeboten, in denen Menschen mit Handicap und ohne gemeinsam „filzen, basteln oder töpfern“, wie Böhme erläutert.

„Wir sind bereits mit mehren Wohnprojekten und Tagesförderstätten in Visselhövede präsent und wollen weitere Teilhabemöglichkeiten für die Bewohner schaffen“, so hatte Werke-Finanzchef Thorsten Tillner damals erfolgreich bei der kommunalen Politik für das Projekt geworben. Die Einbindung der Menschen mit Behinderung in das Gemeinschaftsprojekt bedeute einen Abbau von Hemmschwellen. „Und genau darum freuen wir uns auf die Begegnungen und gemeinsamen Stunden bei den Bastelrunden“, betont Cohrs. So könne ein für die Menschen mit Beeinträchtigungen nötiges Tagesstrukturangebot inklusiv gestaltet werden.

Im BuZ werden die Werke aber künftig nicht allein aktiv sein, sondern in enger Kooperation mit der Initiative „Vissel for future“, dem Familienhilfeverein Simbav und der Gemeinwesenarbeit der Stadt eine „einzigartige Chance für eine Stärkung der Inklusion in der Region“, ergreifen, wie es in der Projektbeschreibung der Werke heißt.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht demnach ein sogenannter „Begegnungsladen“ im Erdgeschoss, der zusammen mit dem Garten kein reiner Geschäftsbetrieb werden soll, sondern ein „zentraler Ort der Begegnung“ ist. „Hier kommt man zusammen, hier trinkt man einen Kaffee, findet Informationen rund um die Inhalte der verschiedenen Akteure im Haus.“ Dazu zählen die Bereiche Klimaschutz vor Ort, Alltagsökologie, Konsumverhalten, gesunde Ernährung, Inklusion und soziales Miteinander, eine RepairCafé und Familienhilfen.

„Außerdem sollen selbst erzeugte Produkte der Tagesförder- und Werkstätten der Rotenburger Werke und auch die Gartenernte des BuZ zum Kauf angeboten werden“, erläutert Betreuer Krzysztof Synak. Geplant sind bald auch kleine Dienstleistungen für alle Visselhöveder, die von Menschen mit Behinderung erledigt werden können.

„Aber zunächst gehen leider noch ein paar Corona-Wochen ins Land, aber was wir alles so planen, darüber kann sich jedermann im Info-Point aufklären lassen“, freut sich Böhme auf Besuche.

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