Visselhöveder Bürgerbusverein stoppt Betrieb / Dezemberplan noch offen

Im November bleibt der Motor aus

„Der Schutz der Bürgerbusfahrer geht vor“, sagt Peter Endres, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.
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„Der Schutz der Bürgerbusfahrer geht vor“, sagt Peter Endres, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Visselhövede – Durch den Ausfall einiger Busfahrer hat der Bürgerbusverein Visselhövede seinen Fahrbetrieb für den gesamten November eingestellt. „Wir sind vom Vorstand einstimmig zu dem Entschluss gekommen, dass wir im November nicht mehr fahren. Wir wollen die Entwicklung der Pandemie beobachten, da momentan die Fallzahlen auf einem sehr hohen Niveau sind“, betont Peter Endres, stellvertretender Vorsitzender des Bürgerbusvereins. „Daher möchten wir unsere Bürgerbusfahrer schützen.“ Für den Monat Dezember bittet der stellvertretende Vorsitzende die Fahrer aber, sich auf Verdacht über die bekannte Internetseite einzutragen. „Auf Verdacht deshalb, weil wir Ende des Monats November sehen müssen, ob ein Fahrbetrieb im Dezember verantwortbar ist oder nicht. Wir werden die Entwicklung abwarten und die Zahlen beobachten.“

Der Verein zählt zurzeit 18 aktive Fahrer, von denen viele schon zur sogenannten Risikogruppe gehören. „Viele sind Rentner oder nicht mehr berufstätig. Da geht uns der Schutz der Menschen vor“, betont Endres. Die meisten Bürgerbusvereine hätten den Fahrbetrieb für dieses Jahr wegen der steigenden Infektionszahlen bereits komplett eingestellt, wie das Regionalbusunternehmen Weser-Ems-Bus berichtet, der die Fahrbetriebe organisiert.

Nun müssen sich die Schüler, die regelmäßig den Bürgerbus nutzen, um nach Neuenkirchen oder Rotenburg zu kommen, anderweitig behelfen. „Die Eltern können die Maßnahme verstehen. Aus Kulanz haben wir mit ihnen die Regelung getroffen, dass die Monatskarte der Schüler auf den nächsten Monat, wenn der Fahrbetrieb wieder läuft, umgeschrieben wird“, informiert der zweite Vorsitzende. Schüler, die nach Rotenburg müssen, hätten ohnehin die Möglichkeit, den Linienbus zu nutzen. Ebenso kommt man mit dem regulären Bus nach Schwitschen, Hiddingen und Drögenbostel. „Nur nach Neuenkirchen fährt kein Linienbus und auch die Fahrgäste, die wir sonst von Stellichte nach Visselhövede befördern, müssen nun ein Taxi nehmen oder sich eine Mitfahrgelegenheit suchen“, bedauert Endres.

Bürgerbusfahrer Volker Treichel hatte rechtzeitig an allen Haltestellen entsprechende Hinweisschilder angebracht, um die Fahrgäste über die Situation aufzuklären, sodass niemand vergebens auf den Bürgerbus warten musste.

Der rote VW fährt normalerweise täglich 300 Kilometer, 6 000 Kilometer im Monat und somit 72 000 Kilometer im Jahr. Ob die Fahrer einmal pro Woche, mehrmals die Woche oder nur einmal im Monat fahren, entscheidet jeder selbst. Der Bus fährt im zweieinhalb-Stunden-Takt drei Linien, zu denen Wittorf, Stellichte und Neuenkirchen als Wendestationen zählen. „Erst wenn das Angebot nicht mehr da ist, weiß man es zu schätzen“, haben bereits einige Fahrgäste in den vergangenen Tagen festgestellt. Über die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs wird der Bürgerbusverein rechtzeitig auch über unsere Zeitung informieren.  aki

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