Feuer in Hütthof

Offizielle Zahlen: 300 Tiere sterben bei Brand in Schweinestall

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Hunderte Tiere sind bei dem Feuer in einem Schweinestall verendet.

Hütthof - Von Matthias Röhrs und Guido Menker. Es ist auch für die 141 Feuerwehrleute kaum zu fassen, was sich da am späten Mittwochabend auf einem Hof in Hütthof abspielt: Ein Schweinestall steht lichterloh in Flammen – und in dem Gebäude befinden sich Hunderte von Tieren.

Sie schreien um ihr Leben, als nach und nach brennende Teile der Zwischendecke und auch des Daches auf sie herunterfallen. Die Hitze ist unerträglich. Am Tag danach ist klar: Rund 300 Tiere überleben diese Nacht nicht.

Feuerwehreinsatz in Hütthof: 141 Helfer waren im Einsatz.

Gegen 21.30 Uhr geht der Notruf bei der Leitstelle ein, ein Visselhöveder Feuerwehrmann ist zufällig in der Nähe und trifft früh am Einsatzort ein. Aufgrund seiner Einschätzung wird kurz darauf der Großalarm ausgerufen. Neun Ortsfeuerwehren inklusive der Leiterwagen aus Rotenburg und Walsrode machen sich auf den Weg nach Hütthof. Ein Einrücken in das Gebäude der Feuerwehrkräfte sei laut laut Dennis Preißler, Sprecher der Feuerwehr im Brandschutzabschnitt Rotenburg, unmöglich. Aufgrund des Wellblechdachs können die Flammen zunächst nicht nach oben ausbrechen, das Feuer wütet zunächst nur innerhalb des Gebäudes. So gut es geht versuchen die Einsatzkräfte, von draußen Herr der Lage zu werden. 

Hunderte Tiere verenden bei Feuer in Hütthof

Ferkel, Kühe und Kälber können gerettet werden

Kühe aus benachbarten Ställen werden gerettet.

Kühe aus benachbarten Ställen werden gerettet.Etwa eine halbe Stunde nach dem Eintreffen der Feuerwehren stoßen die Flammen laut Preißler schließlich durch das Dach, der Stall ist von diesem Zeitpunkt an nicht mehr zu halten. Es gehe eigentlich nur noch darum, ein Ausbreiten der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile zu verhindern, so Preißler. Die Feuerwehren geben ihr Bestes – können aber nur noch wenige Tiere befreien. Ferkel, Kühe und Kälber aus den benachbarten Ställen können laut dem Feuerwehrsprecher gerettet werden. Bereits mehrere hundert Meter vor dem Hof verlegen die Kräfte jede Menge Schläuche, um das erforderliche Löschwasser herbeizuschaffen. Dessen Versorgung sei unzureichend gewesen – etwa zwei Kilometer Schläuche müssen sie laut Preißler verlegen, um zusätzliches Wasser aus naheliegenden Gewässern wie der Vissel an den Einsatzort zu schaffen.

Lesen Sie auch: 134 Tiere müssen notgeschlachtet werden

Gegen 1 Uhr bekommt die Feuerwehr die Flammen schließlich unter ihre Kontrolle. Die Brandexperten der Polizei nehmen am Vormittag die umfangreichen Ermittlungen auf. 

Auch einen Gutachter ziehen die Beamten hinzu. Allerdings sei mit Ergebnissen laut Polizeisprecher Heiner van der Werp nicht vor Freitagmittag zu rechnen. Die Beamten schätzen die Schadenssumme auf mehrere 100.000 Euro. 

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