Hohe Heide und Gesundregion profitieren von den Leader- und ILE-Programmen

Schon im Juni gibt’s das erste Geld

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2,4 Millionen Euro für die Hohe Heide (v.l.): Siegfried Dierken (Amt für Landentwicklung Verden), Klaus Twiefel (Visselhövede), Landesbeauftragte Jutta Schiecke, Rolf Lüdemann (Brockel), Dirk Eberle (Samtgemeinde Bothel) und Regionalmanager Guido Pahl.

Visselhövede - „Wenn die EU die letzten Fördersitzungen hinter sich hat und grünes Licht gibt, können sie vielleicht schon im Juni mit dem ersten Geld für verschiedene Projekte rechnen.“ Diese Worte von Jutta Schiecke vom Amt für regionale Landesentwicklung waren fast noch mehr wert, als die Urkunden, die sie am Donnerstagvormittag Vertretern der Förderregionen aus den EU-Programmen Leader und ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) überreichte.

Dazu zählt auch die durch ILE geförderte Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung, die das Gebiet von Fintel bis Ottersberg umfasst und mit einer Förderung des Regionalmanagements rechnen darf. Die Manager helfen bei Planungen sowie EU-Anträgen und sollen weitere Förderung einwerben. Die Gesundregion hat sich als inhaltliche Schwerpunkte unter anderem die Themen Tourismus, Gesundheit, Klima- und Umweltschutz sowie Flächenmanagement und Bildung auf die Fahnen geschrieben.

Gleich 2,4 Millionen Euro Fördergelder für verschiedene Projekte bis 2020 bekommt die Hohe-Heide-Region, die zwischen Soltau und Kirchlinteln, Visselhövede und Hemsbünde mit ihren knapp 50000 Menschen das Leitbild-Motto „Wald, Wirtschaft, Wissen“ bearbeitet. „Dabei geht es um regionale Wirtschaftsentwicklung, nachhaltiges Flächenmanagement und kulturelle Identität“, erläuterte Hohe-Heide-Regionalmanager Guido Pahl während des kleinen Festakts im Hotel Hof Sonnentau.

Jutta Schiecke unterstrich in ihrer Einführungsrede, dass das Land Niedersachsen das Fördervolumen für die Leader-Regionen von 66,5 auf mehr als 100 Millionen aufgestockt habe. „Besonders wichtig ist uns die Entwicklung des ländlichen Raums, und zwar gemeinsam mit den Akteuren vor Ort“, so Schiecke.

Die ausgewählten Leader-Regionen hätten je nach Größe bis 2020 ein Budget von 2,4 oder 2,8 Millionen Euro. „Dieses Geld werden Sie sicher sinnvoll investieren“, glaubt Schiecke, die von einem breiten Aufgabenspektrum sprach, dem sich die Regionen stellen müssten. „Dazu zählen zum Beispiel eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet, Einrichtungen zur Daseinsvorsorge, eine ausreichende medizinische Versorgung, der Einkaufsladen um die Ecke, aber auch der öffentliche Personennahverkehr.“

Es gehe vor allem darum, nachhaltige Projekte für die nachfolgenden Generationen zu entwickeln, gab die Landesbeauftragte den Regionsvertretern mit auf den Weg. „Die Förderziele bieten dabei ein breites Spektrum: Ob Dorfladen oder Gemeinschaftszentrum, Naturschutzprojekt oder energetische Gebäudesanierung, ob Tourismus oder Dorfkümmerer, Gründungförderung im Handwerk oder Mobilitätszentralen. Überall kann das Geld sinnvoll verwendet werden.“

Hohe-Heide-Manager Pahl versprach, dass schon einige Projekte im Köcher seien, die nur „darauf warten, umgesetzt zu werden“.

jw

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