Hilfreiche Mundpropaganda

Kinderferienbetreuung der Stadt Visselhövede spricht sich endlich herum

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Der Tischkicker ist besonders beliebt bei den Kindern der Ferienbetreuung im Visselhöveder Jugendtreff.

Visselhövede - Von Joris Ujen. Aller Anfang ist schwer. Seit den vergangenen Herbstferien bietet die Stadt Visselhövede eine Kinderferienbetreuung an. Waren es beim Start des Angebots nur drei und in den Osterferien lediglich fünf Kinder, nahmen in den Sommerferien zwölf den Zeitvertreib im Jugendtreff wahr. „Es boomt förmlich“, so Heiko Grünhagen vom Sozialbereich der Stadt.

Die überraschend hohe Nachfrage freut auch die drei pädagogischen Fachkräfte des Vereins Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (Sofa), die die Kinder noch bis einschließlich Freitag betreuen. Eine von ihnen, Natalia Obenauer, hofft, dass die Kinderferienbetreuung fortgesetzt wird. 

Letztendlich entscheidet das die Visselhöveder Politik, die nach den Sommerferien über eine mögliche Fortsetzung berät. Betrachtet man das steigende Interesse der Eltern, ist das durchaus möglich. Anmeldeformulare stehen für die Kinderferienbetreuung im Herbst, 8. bis 12. Oktober, aber schon jetzt für interessierte Eltern auf der Internetseite der Stadt zum Download bereit.

Nach den ersten beiden Ferienbetreuungen habe Heiko Grünhagen erfahren, dass unzureichende Werbung ein Grund für die anfangs schwache Resonanz gewesen sein könnte. „Wir haben aber schon im vergangenen Jahr viel für die Betreuung geworben“, sagt Grünhagen. So verschickte die Stadt über die Schulen vor den Herbst- und Osterferien Anmeldeformulare. Das taten die Verantwortlichen auch vor den Sommerferien und weckten zudem das Interesse in Zusammenarbeit mit Klassenlehrern an Elternabenden. 

Backen, Kickern und Basteln macht den Kids Spaß

Vielleicht hat das nun den Unterschied gemacht und mehr als doppelt so viele Kinder in den Jugendtreff gelockt. „Vielleicht lag es aber auch an der Mundpropaganda“, meint Grünhagen. Nicht nur von den Eltern ausgehend, sondern auch von den Kindern, die sichtlich ihren Spaß an dem Angebot haben. 

„Besonders beliebt ist der Tischkicker“, erzählt Erzieherin Obenauer. Aber auch das Backen von Pizzen und Muffins gefällt den jungen Teilnehmern. Bastel- und Malutensilien stehen im Jugendtreff zudem bereit, und als es dort an einem Tag zu heiß wurde, sorgte eine Wasserbombenschlacht auf dem Hof für Abkühlung.

Weil die Gruppe entsprechend groß ist, lohnte es sich für die Sofa-Mitarbeiter, mit den Kindern einen Kurzausflug zum Waldspielplatz in Kirchlinteln zu unternehmen – obwohl die Betreuung nur halbtags von 8 bis 12.30 Uhr aufgrund der Nachfrage der Eltern angeboten wurde. 

Weil ein Elternpaar eine längere Betreuungszeit für sein Kind benötigte, konnte die Stadt aber auch darauf reagieren und das Angebot bis 14 Uhr verlängern. „Da sind wir flexibel“, so Grünhagen, der sich für die nächste Betreuung eine „volle Hütte mit 25 Kindern“ wünscht. Maximal zwölf passen laut Obenauer in den Jugendtreff. Sollten es zu den Herbstferien mehr werden, kann die Betreuung erstmals in der Oberschule an der Lönsstraße stattfinden. Diese Option sei der Stadt immer gegeben.

140 Euro pro Woche fallen für ein Kind an. Die Hälfte übernimmt die Stadt, die andere im Idealfall der Arbeitgeber. Die überwiegende Mehrheit der Eltern hat diese Unterstützung für die aktuelle Betreuung wahrgenommen.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei Heiko Grünhagen unter derTelefonnummer 04262 / 301151 oder per E-Mail an ferienbetreuung@visselhövede.de.

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