Hell, modern, behindertengerecht

Wittorfer Schützen bauen Schießstand um

„Die alte Anlage ist abgebaut“, freuen sich Sven Twiefel, Saskia Bargfrede, Vorsitzender Volker Kettenburg und Johannes Marquardt.
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„Die alte Anlage ist abgebaut“, freuen sich Sven Twiefel, Saskia Bargfrede, Vorsitzender Volker Kettenburg und Johannes Marquardt.

Wittorf – Mit mehr als 30 aktiven Sportschützen sowie rund 25 Kinder- und Jugend- Schützen gilt die Schießsportabteilung des Schützenvereins Wittorf zu einer der stärksten und aktivsten des Kreisschützenbundes Rotenburg. Klar, dass der Vorstand bei diesen Zahlen vor allem die Jugendarbeit noch weiter ausbauen möchte. „Denn wir haben sehr gute Betreuer, die hervorragende Arbeit leisten“, versichert Volker Kettenburg, Schützenchef des 220 Mitglieder zählenden Vereins. Um die Kinder und Jugendlichen weiter bei der Stange zu halten, wird jetzt in eine neue Schießanlage investiert, damit die Bedingungen für den Nachwuchs beim Schießen denen der Erwachsenen in nichts nachsteht.

„Die alte Anlage stammte bereits von 1985. Durch den neuen Schießstand können bereits Kinder ab sechs Jahren an den Wettbewerben teilnehmen, denn wir haben zwei Lichtpunktschießstände aufgebaut, bei denen der Schuss quasi mittels eines Lichtstrahls abgegeben wird“, informiert Sven Twiefel, dritter Schießwart und Technikexperte des Vereins.

Investiert wird außerdem in eine voll elektronische Schießanlage, die neben den Lichtpunkt-Ständen später sechs Kleinkaliber- und acht Luftgewehrstände aufweisen soll.

„Durch die neue Netzwerktechnik ist das Schießen mit dem Luftgewehr und das Lichtpunktschießen auch auf dem Kleinkaliber-Schießstand möglich“, verdeutlicht der zweite Vorsitzende Johannes Marquardt, der auch die Bauleitung übernommen hat. „Damit gilt unser Kleinkaliber-Schießstand nun auch als universeller und vor allem flexibler Schießstand und kann auch von Menschen mit Gehbehinderung genutzt werden. Zuvor mussten die Schützen an den Schießstand im Keller, wenn sie mit dem Luftgewehr schießen wollten“, erläutert Marquardt.

Und eines ist noch neu: Die digitale Technik macht es möglich, dass jeder sofort sieht, wie die einzelnen Schützen getroffen haben. Denn die Schießergebnisse können in Echtzeit auf eine Leinwand im Aufenthaltsraum übertragen werden.

„Und der neue Schießstand im Keller ist bereits fertig“, so der Vorstand des Wittorfer Schützenvereins.

Natürlich hat diese technische Neuerung auch ihren Preis. „Die Renovierung und Erneuerung unserer Anlage kostet insgesamt rund 60 000 Euro“, verrät Schützenchef Kettenburg. Zum Glück seien zwei Drittel davon gefördert worden. „Der Kreissportbund hat uns finanziell unterstützt, der Landkreis hat seinen Teil dazu beigesteuert und auch die Stadt Visselhövede war bei der Maßnahme mit im Boot, sodass der Eigenanteil für den Verein rund 20 000 Euro beträgt.“

Aber nur Geld allein baut noch keinen Schießstand. Also mussten und müssen die Mitglieder noch fleißig mit anpacken, damit die Arbeiten bald fertig werden. „Und wir machen viel in Eigenleistung“, berichtet Marquardt, der einige junge Handwerker aller Gewerke aus seinem Verein von einer ehrenamtlichen Hilfe ohne großes Überreden überzeugen konnte. „Wir haben viele Talente in unserem Verein. Vom Elektriker, über Maler, Maurer bis hin zum Tischler ist alles vertreten.“

Wenn die Wittorfer Schützen aber schon mal dabei sind, kräftig Hand anzulegen, dann nutzen sie die Gelegenheit zur ordentlichen Renovierung der 50 Meter langen Anlage und der Räumlichkeiten der alten Schützenhalle. „Wir hoffen, dass wir bis Mitte August mit den Arbeiten fertig sind und dann alles auf Hochglanz bringen. Die neue Anlage soll natürlich auch in einem entsprechenden Rahmen seiner Bestimmung übergeben werden. Mal gucken, was Corona zulässt“, ist sich der Vorstand einig.

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