„Es sollte etwas Besonderes sein“

Heiratsantrag vor gut 200 Ballgästen: Das „Ja“ war nur Formsache

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Nach dem Antrag gab es den obligatorischen Verlobungskuss: Die Hiddinger Carmen Schröder und ihr zukünftiger Mann Björn Kolberg.

Hiddingen - Von Angela Kirchfeld. Die Musik passte, die romantische Dekoration und der Kerzenschein sowieso – es war für Björn Kolberg der perfekte Rahmen, um seiner Carmen einen Heiratsantrag zu machen. Nur damit, dass er dazu vor großer Bühne zum Mikrofon griff und das vor den gut 200 Gästen des Hiddinger Valentinsballs tat, hatten seine Freunde und vor allem die Braut überhaupt nicht gerechnet.

„Es sollte eben etwas Besonderes sein“, sagt die Heilerziehungspflegerin Carmen Schröder schmunzelnd, bei der das „Ja-Wort“ bei so viel Charme natürlich nur noch Formsache war. Und was kann es Schöneres geben, als während eines Balls der Liebenden sich das Heiratsversprechen zu geben?

„Ich dachte erst, er wollte sich ein Lied von den Musikern wünschen, doch dann hat er mich zu sich gerufen“, berichtet die zukünftige Braut, die am Samstag ahnungslos nach vorne trat. Der Ring war vorher vom 41-Jährigen sicher in der Jackentasche versteckt worden, bevor er nun zum Einsatz kam.

Vor einigen Jahren hatte sich das Paar bei der Arbeit in Stellichte erst kennen und später lieben gelernt. „Vor genau drei Jahren hat es dann gefunkt“, berichtet die 37-jährige Hiddingerin. Spontan zog das Paar dann schon kurze Zeit später zusammen.

„Ich hatte mich nur etwas gewundert, warum meine beste Freundin Dorit Lünsmann bezüglich einer Hochzeit so merkwürdig aufhorchte. Doch da sie selbst dieses Jahr heiratet, habe ich nur vermutet, dass sie meinen Rat will.“ Lünsmanns Bräutigam Björn Finke ist übrigens der beste Kumpel von Carmen Schröders Zukünftigen. „Die beiden haben sich über uns kennengelernt. Erst bei einem Geburtstag, dann auf dem Erntefest. Sie haben sich gesucht und gefunden“, freut sich Carmen, deren zukünftiger Mann übrigens aus Neustadt an der Ostsee stammt, bevor es ihn vor Jahren in die Heide verschlug.

Wann die Hochzeit stattfindet, steht für das Hiddinger Paar noch in den Sternen. „Wir haben ja keine Eile, erst einmal sind wir Trauzeugen bei unseren Freunden.“ Doch eines steht für beide fest: „Wir heiraten nur standesamtlich im kleinen Kreis.“ Zu dem zählen auch ihre 13-jährige Tochter und sein 16-jähriger Sohn. Und bis dahin wird noch kräftig Tanzen geübt. „Wir tanzen beide sehr gerne. Wobei Björn bereits sehr geübt darin ist und ich es eher noch lernen muss“, gesteht die Hiddingerin. Das Paar nutzt übrigens jeden Dienstag im Visselhöveder Haus der Bildung ab 20 Uhr die Gelegenheit, um unter der Leitung von Eike von Hörsten den Disco-Fox und den Hochzeitswalzer zu lernen.

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