Hartes Training lohnt sich

Junge Tänzerinnen des VfL Visselhövede bei der Sport & Schau

Verden/Visselhövede – Emma, Greta und Louisa gehörten zu den jüngsten Akteuren am Samstag bei der großen Sportgala Sport & Schau der Mediengruppe Kreiszeitung in der Verdener Niedersachsenhalle. Zusammen mit 123 weiteren Sportlern des VfL Visselhövede sorgten sie in zwei Vorstellungen für mindestens genauso viel Begeisterung bei den insgesamt 8 000 Zuschauern wie die vielen internationalen Stars.

All der Schweiß und die Mühen hatten sich gelohnt. Die ausgefeilte Choreografie von Trainerin Annika Hamann beinhaltete viele abwechslungsreiche Elemente. Zunächst maskiert in weißen Anzügen, zog der lange Tross an Sportlern in die Halle ein und sorgte für Stimmung von der ersten Sekunde. Ein beeindruckender Auftakt für deren Show „Spectre“.

Blitzschnell schlüpften die Mädels dann aus ihren Anzügen und tanzten weiter in unterschiedlichen Gruppen. Als Cheerleader die Gruppe „Starlights“ mit den sechs bis neun Jahre alten Sportlerinnen. Die Zehn- bis Zwölfjährigen aus der Gruppe „Groove Company“ tanzten im weißen Tutu-Kleid zum Lied „Skinna Love“ und die gleichaltrigen Mädchen aus der Gruppe „Only 4 bad Girls“ präsentierte sich entsprechend cool und machte den Song „Get the party started“ zum Programm. Und dann waren da noch die ebenso vollauf überzeugenden 13- bis 20-Jährigen aus den Gruppen „Wildthing“, „Rocking Pigtails“ und „Revolution“.

Seit Monaten hatten die Mädels geprobt. „Es war wie ein großes Puzzle, das allmählich zusammenwächst“, erklärt die Trainerin. Für jede Altersgruppe habe sie eine Choreografie entwickelt. Ein halbes Jahr habe jede Gruppe separat trainiert. „Und danach musste sich aus den Einzelteilen das große Ganze zusammensetzen“, sagt Hamann.

Aber das Training ist die eine Seite, die andere ist die Anspannung, vor jeweils 4 000 Zuschauern am Nachmittag und am Abend aufzutreten. „Die Nervosität wurde bei den Kindern immer größer, je näher der Termin heranrückte. Die Aufregung war ganz schlimm“, verrät Hamann. Greta berichtete unmittelbar nach den Auftritten, dass sie in der Nacht zuvor kaum noch geschlafen habe. So ging es auch Emma und Louisa, aber die drei Turnküken freuen sich, dass „wir alle so schön getanzt haben“. Der Trainerin war im Vorfeld klar, dass alles klappen würde. Es sei bei den Mädels wie mit einem Rennpferd in der Box. „Wenn das Rennen dann endlich startet, wollen sie alle raus.“ Und so habe sie es auch nicht gewundert, dass der Funke der Begeisterung gleich auf das Publikum übergegriffen hat.

Und noch während des ersten Auftritts flossen bei der kritischen Trainerin Tränen der Freude und Erleichterung, wie sie erzählt. So ist es wohl, wenn man auch nach 20 Jahren als „Vorturnerin immer noch mit ganz viel Leidenschaft und Freude seinen Job macht“. „Ein gelungener Auftritt bei Norddeutschlands größter Sportgala: Was kann man sich mehr als Geschenk zu diesem runden Geburtstag wünschen“, so ein Turnmädchen-Vater noch während der Show. Für alle, die so etwas auch mal erleben wollen, hat Annika Hamann eine klare Botschaft an die Eltern: „Schickt Eure Kinder in Sportvereine. Das macht ihnen Spaß und vielleicht klappt es mit einem Auftritt bei Sport & Schau.“

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