Hannoveraner Fohlenschau auf dem Gestüt Wahlers in Buchholz

„Flotte Bewegung“ macht den „matten Überbau“wett

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Das Fohlen von Züchter Stefan Grube aus Bülstedt im Finale mit seiner Mutter Mont du Cantal und der Läuferin Laura Heitmann. 

Bucholz - Von Henning Leeske. Ihren ersten großen Auftritt vor vielen Menschen hatten 114 junge Pferde bei der Fohlenschau in Buchholz. Auf dem Gelände des Gestüts von Eckhard Wahlers haben Pferdezüchter aus ganz Norddeutschland und sogar aus den Niederlanden die Ergebnisse ihrer langjährigen Pferdezucht präsentiert.

Die beiden Experten der Hannoveraner-Zucht, Hartmut Kettelhodt und Heinrich Behrmann, fungierten als Richter und begutachteten die zahlreichen Teilnehmer, von denen viele auch aus dem Landkreis Rotenburg stammen.

Zunächst mussten die Fohlen an der Seite ihrer Mütter im leichten Trab an den Richtern vorbei, bevor auch der Schritt begutachtet wurde. Dabei sollten sich die Stut- und Hengstfohlen natürlich von ihrer besten Seite präsentieren. Und die Züchter bekamen von den beiden Richtern auch sofort eine Rückmeldung über den Auftritt in Form einer kurzen Beschreibung über die Qualitäten des Nachwuchses.

Das heißt dann zum Beispiel so: „Ein wunderschönes Fohlen mit etwas mattem Überbau, der aber durch eine flotte Bewegung kompensiert wird.“. Das sind die Stichworte, die die Züchter glücklich machen. Wenn die jungen Vierbeiner noch etwas wild durch den Führring galoppieren, gilt das als jugendliches Temperament, das für ein waches Wesen steht.

Bei all diesen Merkmalen bleibt es den Expertenaugen überlassen, welches Fohlen ins Finale kommt und den ersten großen Preis seiner noch Pferdekarriere bekommt.

Bei den Stuten überzeugte das Fohlen vom Züchter Reinhold Haferland aus Winsen (Luhe). Im Finale der Hengstfohlen schaffte es der Züchter Stefan Grube mit seinem Fuchsfohlen immerhin aufs Treppchen und wurde als Dritter der beste Teilnehmer aus dem Landkreis Rotenburg.

„Wir züchten eigentlich schon immer Pferde. Von meinem Vater habe ich die Zucht bereits übernommen“, sagte Hans-Peter Grube während Sohn Stefan das Fohlen aus Bülstedt für das Finale optisch zurechtmacht. Als Sieger konnte sich aber ein Rappe von der Elbe aus Drochtersen von den Züchtern Ute und Arndt Grube durchsetzen.

„Im vergangen Jahr konnte ich ein Hengstfohlen noch vor Ort an einen anderen Züchter verkaufen, weil er es sich gleich sichern wollte“, erinnerte sich der Züchter Harry Heitmann aus Kreepen (Gemeinde Kirchlinteln). Also geht es nicht nur um die Show bei den Fohlenschauen der Region, sondern auch ums Geschäft, das immer noch per Handschlag besiegelt wird.

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