Busnutzer müssen sich informieren / Stadt erhebt Einwände

Haltestellen neu geordnet

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Die Neuordnung der Buhaltestellen sorgt in Visselhövede für ein wenig Verwirrung. So sind drei Haltestellen innerhalb von knapp 200 Metern an der Nindorfer Straße platziert worden. (v.l.) Auch in Hiligensehl sind die Haltestellen nun nur einen Steinwurf voneinander entfernt (r.o. und l.u.). Dafür dürfen jetzt auch erwachsene Fahrgäste in die Schulbusse einsteigen, sollten aber auf die großen Hinweise (u. Mitte) und auf das „S“ auf der Infotafel (r.u.) achten, denn in den Schulferien fahren diese Busse nicht. Dann müssen andere Haltestellen genutzt werden Fotos: Wieters

Schulbusse sind nicht mehr nur für die Schüler da, und einige Haltestelle sind nicht mehr dort, wo sie die Fahrgäste vermuten – manchmal sind es aber sogar ein paar mehr an einer Straße: Der Landkreis hat die Welt der Bushaltstellen auch im Bereich Visselhövede ordentlich durcheinandergewirbelt.

Visselhövede - Der Schuljahresbeginn steht vor der Tür. Am 14. August enden die Sommerferien und für die Schüler beginnt wieder der Alltag. Dabei wird es jedoch zu einigen Veränderungen kommen, was den Weg zur Schule angeht. Wie die Stadt Visselhövede in einer Pressemeldung mitteilt, hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Weser-Ems-Busverkehr GmbH in einigen Ortschaften neue und auch zusätzliche Haltestellen eingerichtet.

Doch damit einher geht auch, dass bisher gewohnte Schulbushaltestellen nicht mehr angefahren werden, zum Beispiel in der Ortschaft Buchholz. Aber dafür dürfen im Dorf jetzt auch die Bürger den Bus nutzen, die nicht mehr zur Schule gehen. „Durch das Angebot wurde Buchholz mit in den ÖPNV eingebunden, sodass nun jedermann die Fahrtenangebote nutzen kann. Daher erfolgte unter anderem die Anpassung der Haltestellen“, so Stefan Raatz vom Landkreis.

Der hatte die Schülerbeförderung sowie den Öffentlichen Personennahverkehr auf den Prüfstand gestellt. Dabei hat er laut Mitteilung zusammen mit allen Schulen und den Verkehrsunternehmen auf Basis der Nachfrage eine Optimierung insbesondere des Schülerverkehrs geplant.

Das neue Angebot, das seit dem 1. August gilt, soll bessere Verbindungen bieten und dabei für eine systematische Bedienung zwischen den Wohnorten und wichtigen Anlaufpunkten wie Schulen und Bahnhöfen sorgen. Dass nun jedermann auch die Schulbusse nutzen könne, sei sicherlich ein großer Vorteil, stimmt auch Mathias Haase von der Visselhöveder Verwaltung zu.

Diese Fahrgäste sollten aber darauf achten, dass die Haltestellen, die nur für den Schülerverkehr eingerichtet wurden, in den Ferien nicht angefahren würden.

Auf den Fahrplänen seien diese mit einem „S“ und im unteren Bereich mit einem besonderen Hinweis ausgestattet. In der schulfreien Zeit könnten andere Haltestellen genutzt werden. Dabei sei darauf zu achten, dass es sich dann um eine andere Buslinie mit anderen Abfahrtzeiten handeln könne.

Darüber hinaus sei das Konzept um ein Grundliniennetz, den Berufs-, Versorgungs-, Ferien- und Wochenend- sowie Ergänzungsverkehren mit flexiblen Angeboten wie zum Beispiel Bürgerbussen erweitert worden.

Aufgrund des neuen Konzeptes sei die Installation neuer Haltestellen notwendig geworden. Dieses habe aber bereits zu Irritationen und Verwunderungen bei einigen Bürgern geführt. Daher „hat die Stadt Visselhövede an einigen Standorten Bedenken angemeldet und um Versetzung der Haltestellen gebeten. Dieses wurde bisher leider noch nicht umgesetzt“, teilt Haase weiter mit.

Ein Beispiel sei die Nindorfer Straße. Dort befinde sich eine Haltestelle direkt gegenüber einer Autowaschanlage. „Hält dort ein Bus, wird es schwer, aus der Waschanlage zu fahren“, so Haase. Ein paar Schritte weiter steht das nächste Busstoppschild in Richtung Nindorf, und schon rund 150 Meter weiter gibt es die nächste Haltestelle an der Ecke Rohlmannshof in Richtung Visselhövede. „Wenigstens das ist doch jetzt zu viel“, meint Haase. Gleiches gelte für den Bereich Hiligensehl. Dort sei eine Haltestelle an der Landestraße installiert worden und rund 60 Meter weiter eine an einer Kreisstraße. „Das ist schon ein bisschen verwirrend.“

Dass diese Standorte aber noch einmal auf den Prüfstand kommen, bestätigt Stefan Raatz von der Landkreisverwaltung: „Alle neu eingerichteten Bushaltestellen werden später nach Betriebsaufnahme nochmals überprüft, ob der gewählte Standort auch tatsächlich so geeignet ist, wie ursprünglich angenommen oder ob vielleicht Veränderungen vorgenommen werden müssen.“

Den Schulbeginn im Blick, rät Mathias Haase Eltern mit Schulkindern, sich unbedingt an den Haltestellen über mögliche neue Abfahrtsorte und -zeiten informieren. Das sei im Internet unter dem Link www.vnn.de/regionen/rotenburg-wuemme/fahrplaene möglich.

Bauchmerzen bereitet Haase aber noch der Schülertransport in das Dorf Wehnsen. Aber auch dort zeichnet sich eine Lösung ab, wie Raatz unterstreicht: Wehnsen sei über ein Angebot durch ein Anruflinientaxi im ÖPNV eingebunden. Sollte es Schülern nicht möglich oder zumutbar sein, dies zu nutzen, werde die Beförderung auch über normale Taxis gewährleistet.

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