Hallenbaddecke samt Beleuchtung wird umfangreich saniert / 240000 Euro teuer

Gerüstbauer statt Bademeister

Bürgermeisterin Franka Strehse (l.) und Badleiterin Gitta Brunkhorst schauen sich das komplizierte Gerüst an.
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Bürgermeisterin Franka Strehse (l.) und Badleiterin Gitta Brunkhorst schauen sich das komplizierte Gerüst an.

Visselhövede - Zu dumm, dass ausgerechnet zu Beginn der großen Ferien und parallel zu echten Sommertemperaturen die Blaualgen im Visselsee 3 ihr Unwesen treiben. Denn somit haben die Visselhöveder keine Möglichkeit, ins erfrischend kühle Nass zu springen. Der Grund: Auch das Hallenbad ist wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten bis mindestens 7. September dicht.

Auch ein Einschleichen lohnt nicht, denn statt Wasserspaß heißt es Wasser weg. Beide Becken wurden nämlich komplett abgelassen, damit die Handwerker das zur Sanierung der Decke nötige und aufwändige Gerüst aufstellen können.

„Zum Glück hatten wir eine weitere Hochleistungspumpe zur Verfügung, so dass wir das Wasser innerhalb eines guten Tages komplett raus hatten“, berichtet Badleiterin Gitta Brunkhorst.

Die Gerüstbauer mussten nicht nur die Höhe von rund sieben Metern überwinden, um eine möglichst ebene Fläche für die Demontage der alten Decke zu schaffen, sie mussten auch das Gefälle hin zum Sprungbereich des Schwimmerbeckens ausgleichen. Klar, dass solch eine Maßnahme nicht ganz billig ist: Mehr als 20000 Euro wurden dafür kalkuliert.

Mit Schutzanzügen waren die Arbeiter zunächst dabei, die dunklen Holzverkleidungen der Decke samt Dämmmaterial abzunehmen, das während des Badebetriebs ab und an schon mal ins Wasser gerieselt war.

Wenn schon, denn schon, dachten sich im Vorfeld die Visselhöveder Kommunalpolitiker und hatten nach vielen Diskussionen in den verschiedenen Gremien die große Lösung auf den Weg gebracht. Soll heißen: Nicht nur die Decke wird durch helle Akustikelemente richtig schick, sondern auch die Beleuchtung wird gleich passend eingesetzt.

Für diesen vierten großen Sanierungsschritt nach Fassaden- und Fenstererneuerung, moderner Technik im Keller und einer zeitgemäßen Lüftungsanlage muss die Stadt am Ende rund 240000 Euro hinblättern.

Allerdings gibt es eine kleine Finanzspritze vom Bund, der den Austausch der Beleuchtung (etwa 70000 Euro) mit 20000 bezuschusst.

Im Bauausschuss war während der Diskussion noch geunkt worden, dass jetzt das Badpersonal genügen Zeit hätte, seine Überstunden abzubauen. Doch Bürgermeisterin Franka Strehse nimmt ihre Angestellten in Schutz: „Die kümmern sich ja schließlich nicht nur ums Bad als solches, sondern pflegen die Liegewiese und streichen das Holzdeck.“

jw

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