Neues Netz für Kita und Sporthalle / Privatleute profitieren

Günstige Wärme für Visselhöveder

Die dicken Rohre liegen schon in der Erde
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Die dicken Rohre liegen schon in der Erde, um öffentliche Gebäude und Privathaushalte mit Wärme zu versorgen.

Visselhövede – Das Visselhöveder Seniorenheim an der Rotenburger Straße, das Seminarhotel Luisenhof an der Worthstraße und auch die Wohngruppe der Rotenburger Werke werden mit Wärme aus Nindorf versorgt. Zwar bekommen die noch die wohligen Temperaturen aus der Biogasanlage der Familie Lüdemann, aber jetzt laufen gerade die Arbeiten für einige öffentliche Gebäude, in denen die Lüdemanns ebenfalls für Wärme sorgen – und zwar mit Holzhackschnitzeln.

Weil die Vor- und Rücklaufleitungen sowieso unterirdisch verlegt werden müssen, bietet es sich an, auf dem Weg zum neuen Primar Campus gleich die anliegenden Haushalte ebenfalls an die Wärmezufuhr anzuschließen.

„Im ersten Bauabschnitt besteht für die Anlieger an der Gerhart-Hauptmann-Straße die Möglichkeit, sich über diese umweltfreundliche Heizform versorgen zu lassen“, so Christian Lüdemann. Je nach Interesse sollen im zweiten Bauabschnitt die Wärmeleitungen an der Wedekindstraße und der Mozartstraße verlegt werden. Mit dem Start dieser Baumaßnahmen ist jedoch erst im kommenden Jahr zu rechnen. „Zukünftige Planungen betreffen dann die Lönsstraße und die Bergstraße“, so Lüdemann, der im Zuge der Umgestaltung der Kreuzung Zollikoferstraße und der Soltauer Straße die Landesstraße 171 mit den Rohren unterqueren will.

Für die privaten Haushalte ergäben sich viele Vorteile, so der Nindorfer, denn der Besuch des Schornsteinfegers erübrige sich und auch das Nachordern von Heizöl sei dann überflüssig. „Einfach die Heizkörper auf die gewünschte Temperatur einstellen und fertig.“ Der Raum für die großen Öltanks oder für die konventionelle Heizungsanlage entfalle natürlich ebenfalls und könne anders genutzt werden. Ein weiterer und wohl der wichtigstes Vorteil: „Ich rechne damit, dass jeder mit dieser Art zu heizen künftig günstiger fährt“, so Christian Lüdemann, der sich bei der Technik auch ein wenig an Schwitschen orientiert, wo der Heizungsbauer Ulrich Röhrs bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein ähnliches Nahwärmenetz betreibt.

An der Eichenstraße wird ein Holzhackschnitzellager nach Schwitscher Vorbild entstehen.

An der Eichenstraße werden die Lüdemanns ein Lager Holzhackschnitzel aufbauen, die ehemals als Baum oder Busch in den regionalen Wäldern gewachsen sind. Mit dem Brennstoff werden die Öfen beheizt, die letztlich die Wärme erzeugen. Die ist für den Primar Campus, in dem der neue Kindergarten und Klassen der Grundschule untergebracht sind, sowie für die Kita Fabula und auch für die große Sporthalle Auf der Loge bestimmt. „Nachdem die ersten Tiefbauarbeiten am Campus erledigt waren, sind wir jetzt dabei, die Installation der Fernwärmeleitungen im Bereich der Gerhart-Hauptmann-Straße zu erledigen. „Allerdings sind wir ein bisschen in Zugzwang, weil die Arbeiten zügig vorangehen müssen.“

Die Familie Lüdemann betreibt bereits drei Nahwärmenetze im Stadtgebiet. Neben dem Hotel, dem Altenheim und der Wohngruppe der Werke freuen sich im Winter auch die Schüler der Oberschule Auf der Loge über angenehm temperierte Klassenräume. Und nicht zuletzt wird das Wasser des Visselhöveder Hallenbads auf wohlige 28 Grad beheizt – mit Wärme, die ursprünglich aus Nindorf stammt. Auch Gebäude mit 120 Wohneinheiten im nördlichen Bereich der Straße Auf der Loge profitieren von dem Netz. Die Biogasanlage erzeugt Gas, das in drei Blockheizkraftwerken, unter anderem an der Eichenstraße, verstromt wird. Die Wärme ist für die genannten Großabnehmer bestimmt.

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