Änderungen der verkehrlichen Situation dauern noch

Grünsammelplatz: Autofahrer brauchen weiterhin Geduld

Visselhövede - Von Jens Wieters. Im Herbst und im Frühjahr ist es immer wieder das gleiche Bild: Mit Gartenabfällen und Laub beladene Autos, oft auch mit einem Anhänger hintendran, drängeln sich auf der schmalen Einfahrt des Visselhöveder Grünsammelplatzes Paterbusch in Nindorf. Der Rückstau erreicht oft die Landesstraße 171, wo es häufiger zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt. Das soll sich jetzt ändern, wird aber wohl noch ein wenig dauern.

Über das anstehende Prozedere informierte Bürgermeister Ralf Goebel den Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung während der vergangenen Sitzung. Denn eigentlich stand die Verbesserung der verkehrlichen Situation auf der Tagesordnung, wurde aber auf Wunsch des Bürgermeisters zurückgestellt.

Grundsätzlich sei festzustellen, dass die Stadt den Platz für den Landkreis unterhalte, der für diese Art von Abfällen zuständig sei. „In der Kreisverwaltung wird aktuell über das weitere Vorgehen zum Thema Grünsammelplätze beraten“, so Goebel, der aber deutliche Worte hinsichtlich der finanziellen Ausstattung für die Sammelplätze auf Kreisebene fand: „Die vorgeschlagenen 250.000 Euro reichen sicherlich für Baumaßnahmen an den verschiedenen Plätzen bei Weitem nicht aus. Da muss dringend nachgebessert werden.“

Bürgermeister erwartet Diskussionen

Denn es gehe auch um eine Gleichbehandlung der Kommunen, so der Verwaltungschef mit Blick auf den gerade mit viel Geld vom Landkreis frisch in Betrieb genommenen Sammelplatz in Bothel, der von der Kreisbehörde als „wegweisend“ bezeichnet worden sei. Auch in Nindorf-Paterbusch sei ein fester Boden nötig, ähnlich wie in Bothel, wo die ganze Fläche asphaltiert worden sei. „Da werden wir noch so manche Diskussion führen“, vermutet der Bürgermeister.

Damit wird es wohl vorerst nichts mit einer Verbesserung des Angebots für die Visselhöveder Grünschnitt-Anlieferer. „Es gehen doch bestimmt wieder fast zwei Jahre ins Land, bis es dort bauliche Veränderungen gibt“, seufzte Hartmut Wallin (Grüne), der auf seinen Einwand zustimmendes Kopfnicken von Goebel erntete.

Platzfläche könnte problemlos verdoppelt werden

Also müssen die Nutzer des Sammelplatzes weiterhin besondere Vorsicht walten lassen, obwohl sie laut Goebel von der Verwaltung eine dringende Verbesserung der An- und Abfahrt gefordert hätten. „Eine Verlängerung der Öffnungszeiten hat keinen nennenswerten Erfolg gebracht“, wie Brunhilde Arps vom städtischen Bauamt bereits feststellen musste.

Dabei könnte alle so einfach sein: Die Fläche des Platzes könnte problemlos auf das Doppelte erweitert werden, sodass die Anlieferer mehr Fläche zum Abladen ihres Grünzeugs zur Verfügung hätten. „Mehr Platz bedeutet auch gleichzeitig keinen Stau mehr bei der Anfahrt“, mutmaßt Mathias Haase, Chef des Hauptamts. Er ist für eine versiegelte Fläche nach Botheler Vorbild, auf der die Leute einfach abladen können, und das Sammelgut am Ende des Öffnungstages von den Mitarbeitern per Radlader sortiert werde.

„Wir hoffen dennoch, dass wir schnell zu einer Lösung kommen. Auch hinsichtlich der Frage, wie wir mit den Leuten umgehen, die Grünschnitt anliefern, aber nicht aus dem Landkreis kommen. Sollen die zahlen? Unser Sammelplatz liegt bekanntlich in einem Drei-Landkreis-Eck“, hofft Goebel auch mit Blick auf diese Thematik auf zeitnahe Antworten aus dem Rotenburger Kreishaus.

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