Abbau der Palettenbänke / Neustart im Frühjahr

Große Pläne für 2021

Wer gemeinsam aufbaut, baut auch gemeinsam ab: Susanne Rohr (v.l.), Wim Liefers, Harald Gabriel, Hildegard Liefers und Christian Oddoy schrauben die Palettenbänke ab. Sie werden über den Winter eingelagert.
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Wer gemeinsam aufbaut, baut auch gemeinsam ab: Susanne Rohr (v.l.), Wim Liefers, Harald Gabriel, Hildegard Liefers und Christian Oddoy schrauben die Palettenbänke ab. Sie werden über den Winter eingelagert.

Visselhövede – Es wird fleißig geschraubt auf dem Visselhöveder Marktplatz. Susanne Rohr vom Kneipp-Verein, Wim Liefers und seine Frau Hildegard, Harald Gabriel und seine Frau Christiane Burandt-Gabriel von der Gruppe „Vissel for Future“ sowie Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy packen mit an, um die Palettenbänke abzuschrauben und das Areal winterfest zu machen. Sie ziehen trotz der Einschränkungen durch die Pandemie ein positives Fazit.

Damit sie den Winter gut überstehen, werden die Bänke in den kommenden Monaten auf dem Hartmannshof der Rotenburger Werke eingelagert. Auch die Hochbeete bekommen ihre Winter-Haltbarkeitskur, werden eingeölt. Sie bleiben aber stehen. „Damit ein grüner Fleck bleibt“, erklärt Gabriel. Die Visselhöveder Wohngruppe der Werke, die sich einmal wöchentlich um die Pflege gekümmert hatte, ist heute allerdings nicht dabei. „Wir müssen vorsichtig sein aktuell“, erklärt Betreuer Krzysztof Synak auf Nachfrage, der die Paletten abholen wird.

„Wir sind froh, wie es als Auftakt gelaufen ist“, resümiert Gabriel. Die Resonanz auf die „5 nach 6“-Treffen sei sehr gut gewesen. Alle Treffen, die stattfinden konnten, seien gut angenommen worden – und das waren immerhin zehn von geplanten 13 Terminen. Trotz der Corona-Einschränkungen habe alles gut funktioniert. Selbst der Vandalismus habe sich, abgesehen von einer Kleinigkeit, in Grenzen gehalten. „Das freut uns“, sagt Gabriel. Und auch die Stadt habe „gut mitgespielt“, den Machern keine Hürden in den Weg gelegt.

In dem Moment stößt Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy zu den Arbeitenden, will mit anpacken. „Es ist besser gelaufen, als gedacht – die Palettenlandschaft wurde nicht einfach nur aufgestellt, sondern sie wird bespielt“, meint auch er rückblickend. Besonders schön sei für ihn: Die Zusammenarbeit, die durch die Landschaft entstanden ist, habe zu weiteren Projekten geführt. „Das war der Start in eine kontinuierliche Zusammenarbeit.“

Daher blicken alle nun gespannt auf das Frühjahr. Die Liste der Ideen ist lang, die Organisatoren haben einiges auf dem Zettel. „Da wird noch was kommen“, verkündet Oddoy geheimnisvoll. Auch für kulturelle Events soll das lauschige Plätzchen genutzt werden. Einiges musste verschoben werden, so steht der Posaunenchor in den Startlöchern, auch der Plattdeutsche Verein hat Interesse bekundet. „Es geht um Belebung.“ Deswegen hofft Gabriel, dass sich auch Vereine weiter einbringen. Und auch mit dem Schulbauernhof „ackern & rackern“, den Burandt-Gabriel leitet, sei eine Kooperation denkbar. So könnten sich nächstes Jahr Kindergruppen das Projekt ansehen, vor Ort lernen.

Alle hoffen darauf, dass sie ab dem Frühjahr wieder durchstarten können. Spätestens Anfang März sollen die Bänke wieder aufgebaut werden – dann gehe es wieder los. „Es ist der erste Schritt für eine essbare und grüne Stadt“, meint Gabriel und geht näher an eines der Palettenbeete heran. Ein gezielter Griff und er präsentiert lächelnd eine Physalis. Burandt-Gabriel steht daneben, schaut auf die letzten noch blühenden Sorten. „Hier ist gut geerntet worden, klasse, zum Beispiel rote Beete und auch Möhren wurden rausgezogen“, zieht sie ein Fazit. Denn die Bänke laden nicht nur zum Verweilen und Betrachten der blühenden Beete ein. Sondern ebenso ist jeder eingeladen, sich an den Obst- und Gemüsesorten zu bedienen oder sich ein paar Kräuter für das Essen zuhause mitzunehmen.  acb

Vorsichtig holt Hildegard Liefers die Pflanzen aus den kleinen Beeten in den Bänken.
Für die Palettenbänke geht es über den Winter auf den Hartmannshof der Rotenburger Werke.

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