Das Glas ist bereits gut gefüllt

Visselhöveder Neujahrsempfang mit rund 300 Gästen

Bürgermeister Ralf Goebel zeigte anhand eines Wasserglases, dass die die Stadt auf einem guten Weg sei.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Knapp 300 Gäste, viele Gespräche bei Musik, Häppchen, Bier und Wein und zwei ganz besondere Ehrungen: Der Neujahrsempfang im Visselhöveder Hotel Pescheks, der in dieser Form das vierte Mal von der Stadtverwaltung, dem Gewerbeverein und dem Stadtrat veranstaltet wurde, war am Montagabend wieder eine rundum runde Sache.

Das Stelldichein von Vertretern aus allen Bereichen des Visselhöveder Stadtlebens kann getrost als das gesellschaftliche Ereignis zu Jahresbeginn bezeichnet werden. Hier wurde auf das neue Jahr angestoßen, dort eine Bilanz des vergangenen gezogen und ein paar Meter weiter werden Pläne für die Zukunft geschmiedet.

„Wichtig ist nämlich genau das: Miteinander sprechen, um Visselhövede wieder ein Stück weiter voranzubringen“, wie Bürgermeister Ralf Goebel während der Begrüßung formulierte. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mit einem Bildnis positive Stimmung zu verbreiten. Denn war das auf dem Rednerpult stehende Wasserglas im vergangenen Jahr noch halb voll, so goss Goebel am Montag einen kräftigen Schluck hinzu, „denn genauso sind wir alle hier in Visselhövede auf einem guten Weg“.

„Außergewöhnliche Frau mit viel Organisationstalent“

Dass das so ist, hat auch viel mit Ehrenamt zu tun. Und von diesen Menschen, die unentgeltlich für andere da sind, gibt es in Visselhövede eine ganze Menge. Unter ihnen auch Hanne Meier-Zindler und Erhard Grunhold, die für ihre vielen Jahrzehnte im Dienste der Allgemeinheit während des Neujahrsempfangs besonders ausgezeichnet wurden und sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen durften.

Als eine „außergewöhnliche Frau mit viel Organisationstalent“, wurde Hanne Meier-Zindler, ehemalige Leiterin des evangelischen Kindergartens und langjähriges Mitglied des Kirchenvorstands von Laudatorin Karin Stegmann bezeichnet. „Ein Mensch, der das Wohl der kleinsten Visselhöveder stets im Blick hat, für den der Beruf eine Berufung war.“ Und auch weiterhin werde Meier-Zindler für die Jugend des Ortes da sein. Sei es beim Märchenfest oder bei kirchlichen Veranstaltungen. „Sie hat es einfach verdient, besonders geehrt zu werden“, so Stegmann.

Stadtdirektor mit der längsten Amtszeit in Niedersachsen

Die sichtlich gerührte Hanne Meier-Zindler gab das Lob weiter an ihre Mitstreiter damals im Kindergarten und aktuell in der Kirchengemeinde. „Ich nehme den Dank nur stellvertretend entgegen. Zu einem guten Miteinander gehören viele Personen.“

Einer davon ist auch der ehemalige Stadtdirektor Erhard Grunhold, über den der stellvertretende Bürgermeister Hermann Bergmann einige lobende Worte fand: „All seine Aktivitäten hier jetzt aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Hervorzuheben ist aber seine unermüdliche Arbeit früher im Fremdenverkehrsverein und aktuell im Kultur- und Heimatverein, wo er dafür sorgt, dass Visselhövede kulturell immer wieder oben auf ist.“ 

Bergmann berichtete, dass Grunhold der Stadtdirektor mit der längsten Amtszeit in Niedersachsen war und dafür gesorgt habe, dass Visselhövede eines der ersten Rathäuser Niedersachsens gewesen sei, in dem mit moderner EDV gearbeitet worden sei. „Und nicht zuletzt hat er mit seiner Beharrlichkeit dafür gesorgt, dass unsere kleine Stadt in die Städtebauförderung gekommen ist. Ein Programm, das Visselhövede nicht nur optisch aufgewertet hat.“

Angebot an Kindertagesstätten erweitern

Grunhold selbst hatte auch eine einfache Erklärung parat, warum er sich so eingesetzt habe: „Ich hatte halt fünf Kinder zu Hause, damit war meine Frau beschäftigt und ich konnte meinem Hobby nachgehen. Denn den Beruf habe ich nämlich gerne gemacht, genau wie die ehrenamtlichen Tätigkeiten.“

Bürgermeister Goebel ging in seiner Ansprache auf die gute wirtschaftliche Lage der Stadt ein und betonte, dass „sich Regionen, die offen sind und sich vernetzen, weiterentwickeln werden.“ Darum sei es auch gut und richtig, weitere Gewerbeflächen und Bauland für die Menschen auszuweisen. Ebenso werde die Stadt das Angebot der Kindertagesstätten erweitern. „Im Herbst haben wir eine Lösung präsentiert, die eine breite Zustimmung fand. Unter den Arbeitstitel Prima(r) Campus wird jetzt ein Anbau auf dem Schulgelände der Kastanienschule entstehen“, so Goebel. Der betonte auch, dass der Feuerwehrbedarfsplan ein weiterer Meilenstein für die Zukunft der Stadt gewesen sei.

Es sei auch viel debattiert worden über den Sinn und die Auswirkungen eines weiteren Vollsortimenters neben dem Hallenbad. „Es ist ruhig geworden. Der mögliche Investor wartet ab. Die Veränderungsideen haben jedenfalls einiges an Kreativität zur Belebung unseres Hallenbades auf den Plan gebracht. Mal sehen, was wir davon umsetzen können“, so Goebel, der an die Spendensäule im Eingang des Saals erinnerte. Denn ein bisschen sollten sich die Gäste an den Kosten des Neujahrsempfangs beteiligen.

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