Mittsommerspaziergang in Riepholm

Mit Gesang auf dem Nordpfad

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Ein kleine Gruppe scharte sich um die Gästeführerinnen, um sich auf die Nordpfadwanderung zu machen.

Riepholm - Von Angela Kirchfeld. Auf eine Reise in die Kindheit und Vergangenheit nahmen Hanna Tamke und Almuth Quehl ihre Gäste während einer Wanderung mit. Diesmal waren die Gästeführerinnen nicht in Kostüm, sondern in „Räuberzivil“ unterwegs.

„Wir sind inkognito“, schmunzelte Almuth Quehl, die mit Kollegin Hanna Tamke auch nicht von der Visselhöveder Innenstadt, sondern von Riepholm aus startete. „Mittsommerwanderung“ lautete diesmal die Aktion, die am Schulbauernhof „ackern & rackern“ begann. Rund sechs Kilometer führte die Strecke entlang des oberen Nordpfads Riepholm-Gilkenheide.

„Mittsommer, eigentlich der 21. Juni, ist der längste Tag im Jahr und wird besonders in Schweden mit Tanz und Gesang gefeiert“, verriet Quehl. Daher startete die Gruppe auch gleich mit Gesang. „Und wenn Ihnen unterwegs danach ist zu singen, tun Sie sich keinen Zwang an“, forderten die Gästeführerinnen auf. Die besondere Wanderung wurde auch mit kleinen Gedichten bestückt. Ebenso gab es eine kleine Kräuterkunde und „Wer kennt noch das Gänseblümchenspiel: „Er liebt mich, er liebt mich nicht“? So wurden Erinnerungen an manch romantische Begebenheiten wach. Wird diese Aktion wiederholt? „Einmal im Jahr ist Mittsommer. Von daher wohl nur im kommenden Jahr“, betonte Tamke. Nach wie vor bietet die Gästeführerin aus Wittorf als „Magd Trine“ ihre Stadtführung in plattdeutscher Sprache an. Die nächste ist am Samstag, 16. Juli, geplant. „Das Interesse ist nicht so riesig, aber es kommen immer ein paar Interessierte und dann werden wir auch gerne für Klassentreffen und Gesellschaften gebucht“, verriet Kollegin Quehl. Besonderen Spaß macht den beiden die gemeinsame Führung zum Saisonabschluss. Da laufen die Damen nämlich zur Hochform auf. „Am 15. Oktober ist es wieder soweit“, informierte die Wittorferin Tamke.

Ein besonders schönes Erlebnis ist auch immer die Märchen- und Sagenführung mit Laterne. „Hierfür muss ich noch einen geeigneten Termin im September finden“, so Quehl. „Viele gebürtige Visselhöveder gestehen oft: „Das habe ich gar nicht gewusst‘“, fügte Tamke hinzu. Das Besondere an der Heimat wecken, das ist es, was beiden Gästeführerinnen gefällt. „Es ist immer anders, aber immer schön!“

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