Geologe Ulrich Schliemann zeigt Gästeführerinnen die Geheimnisse der Schwitscher Ausstellung

„Steine sind wie ein Buch“

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Ulrich Schliemann zeigt den interessierten Frauen einige Exponate der Ausstellung.

Visselhövede - Eigentlich sind es die Gästeführerinnen des Landkreises, die viel von Land und Leuten erzählen und denen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Keller des Schwitscher Hauses war es mal andersherum. Denn fünf ehrenamtliche Gästeführerinnen waren zu Gast bei der Ausstellung „Auf den Spuren Schwitscher Steine“ im Schwitscher Haus.

Zugegen war auch Geologe Ulrich Schliemann, ehemaliger Leiter des Bachmann-Museums Bremervörde, der den Frauen bereits von früheren Aktionen bekannt ist. „Steine sind wie ein Buch. Wenn man die Sprache aber nicht kennt, kann der Stein nichts erzählen“, verdeutlichte Schliemann.

Der Geologe berichtete von der Entstehungsgeschichte der besonderen Ausstellung, die 2005 mit vielen Ehrenamtlichen und wenig Geld auf die Beine gestellt und 2006 gestartet wurde. Die Vitrinen stammen aus dem Bachmann-Museum Bremervörde. Eine besondere Vitrine beherbergt jeweils die Sonderausstellung, von denen es bereits drei gab. Die jetzige heißt „Formenvielfalt fossiler Weichtiere“. Viele der Exponate stammen aus Schliemanns Privatbesitz. Von daher ist es auch nicht schwierig für die Aussteller, immer neue Anreize zu schaffen. „Für die Zukunft ist genügend Material vorhanden“, verdeutlicht der Fachmann. „Hier in dem Raum erleben Sie viele Millionen Jahre Erdgeschichte in 20 Minuten.“

Die ausgestellten Exponate beschreiben Alter, Herkunft und Verwendung von Steinen aus der Gemarkung Schwitschen und Umgebung. Zusätzlich mit Bildern spannt die Ausstellung einen Bogen vom Faustkeil bis zum Mühlrad und Mauerwerk. Die Bedeutung und Verwendung von Steinen in den verschiedenen Erdzeitaltern wird den Besuchern anschaulich vermittelt.

Am Sonntag, 18. Oktober, ab 15 Uhr wird Schliemann im Schwitscher Haus wieder Steine bestimmen, die ihm die Leute mitbringen. „Es ist eine wahre Marktlücke und viele kommen mit Exponaten, von denen sie sich etwas erhoffen. Doch ein Meteorit oder versteinerter Dinoknochen ist meistens nicht dabei“, verrät Schliemann augenzwinkernd.

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Es können aber auch Sondertermine für Gruppen, Schulklassen oder Vereine unter den Telefonnummern 04262/94170 (Annegret Pralle) oder 04262/4817 (Annelore Effe) vereinbart werden.

aki

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