36 Berufskraftfahrer legen auf dem Hoyer-Gelände Zwischenprüfung ab

Generalprobe ist geglückt

Alles muss einwandfrei funktionieren, bevor die Fahrt mit dem Lkw angetreten werden darf. Die Prüfer der IHK nahmen jetzt die angehenden Berufskraftfahrer unter die Lupe.

Visselhövede - An den beiden Lkw läuft das immer gleiche Prozedere ab – 18 Mal hintereinander: Die angehenden Berufskraftfahrer kontrollieren die Profiltiefe der Reifen, lassen den Lichttest durchlaufen, prüfen Füllstände und Drücke und nehmen die gesamte Technik genauestens in Augenschein. Das ist ein wichtiger Bestandteil der Zwischenprüfung, die an zwei Tagen auf dem Firmengelände der Unternehmensgruppe Hoyer in Visselhövede stattfand.

„Die Ansprüche an die Ausbildung des Berufskraftfahrers werden immer umfangreicher“, erklärt Andreas Jedamzik, Arbeitnehmervertreter und Vorsitzender des Prüfungsausschusses BKF300 der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade, in einer Mitteilung.

„Wo früher einmal der Führerschein kontrolliert und dann der Schlüssel für den Lkw übergeben wurde, werden heute neben fahrerischem Können eben auch viel Sachkenntnis, Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt vorausgesetzt.“ Vor dem Fahrtantritt seien die technischen Einrichtungen zu überprüfen, um Ausfällen und damit möglicherweise Unfällen vorzubeugen.

„Die Prüflinge müssen das Fahrzeug von A bis Z erklären können“, betont Jens Weißbach, Lehrervertreter im Prüfungsausschuss. Dem gehören an den beiden Tagen weitere 13 ehrenamtliche Prüfer an, die für ihre Tätigkeit vom Arbeitgeber freigestellt werden und ihre Zeit für diese Aufgabe opfern.

Während draußen am Fahrzeug der digitale Tachograf und seine Funktionen in der Praxis demonstriert werden mussten, geht es im anschließenden Prüfungsgespräch um die inhaltlichen Belange der Sozialvorschriften. Alles so, wie es in der Abschlussprüfung eineinhalb Jahre später auch passieren wird. „Die Generalprobe quasi“, so Jedamzik.

„Zwar kann bei der Zwischenprüfung kein Teilnehmer durchfallen, die Ergebnismitteilung ist aber für den Auszubildenden selbst und für seinen Arbeitgeber ein wichtiger Indikator. Wir legen großen Wert darauf, bei dieser Aktion festzustellen, wo noch weiter gearbeitet werden muss“, erklärt Jedamzik, der sich freut, in Visselhövede den idealen Ort für diese Prüfung gefunden zu haben. „Das Gelände ist optimal geeignet und wir bekommen hier die entsprechenden Räume samt perfekter Verpflegung zur Verfügung gestellt. Das ist Klasse. Und darum werden wir auch die nächste anstehende Abschlussprüfung im Juni hier durchführen.“

jw

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