„Klopp es in die Tonne“

Gemeinwesenarbeiter planen Arbeitsgruppe Recycling

Iris Weis, Christian Oddoy und Stefan Gaudies beim Müllsammeln in Visselhövede.
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Rufen eine Arbeitsgruppe ins Leben, an der alle Visselhöveder teilnehmen können: Iris Weis, Christian Oddoy und Stefan Gaudies.

Die Visselhöveder Gemeinwesenarbeiter Iris Weis, Christian Oddoy und Stefan Gaudies wollen mit einer Arbeitsgruppe Recycling mehr Umweltbewusstsein in den Visselhövedern wecken.

Visselhövede – Müll auf den Straßen, Scherben an der Visselquelle, Fast-Food-Verpackungen auf den Spielplätzen. Das soll ein Ende haben in Visselhövede und in den Dörfern. Darum planen die Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy, Iris Weis und Stefan Gaudies eine Arbeitsgruppe Recycling. „Das erste Treffen ist auf Mittwoch, 13. Oktober, ab 16 Uhr im ehemaligen und vorübergehenden Jugendtreff an der Gaswerkstraße terminiert“, informiert Christian Oddoy.

Auf die Idee, eine solche lose Arbeitsgruppe zu installieren, sind die drei nach der Podiumsdiskussion zwischen Schülern und Politikern gekommen. „Da haben nämlich auch die Jugendlichen sich massiv über den vielen Müll in der Stadt beschwert und schon eigene Ideen entwickelt, wie man der Situation Herr werden kann“, betont Weis. So habe beispielsweise ein Schüler vorgeschlagen, die öffentlichen Papierkörbe mit angehängten Aschenbechern auszustatten, damit „nicht Tausende von Kippen auf der Goethestraße liegen“, so der Junge. „Ob die Raucher dieses Angebot sofort annehmen, ist eine andere Frage, aber es ist zumindest schon mal eine von vielen Ideen“, dämpft Weis verfrühten Optimismus.

Wenig Platz in den Mülleimern

Die Arbeitsgruppe soll sich aber nicht nur regelmäßig zum Müllsammeln auf Feld und Flur treffen, sondern bei ihren Mitbürgen ein Umdenken entwickeln, dass der Unrat gar nicht erst im Grünen landet. „Sicher dauert es eine ganze Weile, bis ganz auf die Umverpackungen verzichtet wird, aber man kann doch seinen Papierkram wieder mitnehmen, wenn man den Döner auf dem Spielplatz aufgegessen hat, statt sie in den Busch zu werfen“, betont Stefan Gaudies.

Allerdings hat er vor Kurzem beobachtet, dass eine Familie ihre Verpackungen schön säuberlich zusammengepackt hat und sie im Papierkorb gleich nebenan entsorgen wollte. „Nur leider war der voll und so haben sie die Tüte danebengestellt. Augenblicke später hattet Krähen alles zerfetzt und der Müll hat sich durch den Wind verteilt. Das muss irgendwie nicht sein.“

Stadt mit im Boot

Darum wollen die Gemeinwesenarbeiter auch die Stadt mit ins Boot holen, um gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, das den Titel trägt „Klopp es in die Tonne“. Nur: Dafür braucht es ausreichend große Gefäße oder häufigere Leerungen. „Aber das Problem lässt sich sicher lösen.“

Auch mit der Oberschule soll kooperiert werden, um die Jugendlichen für die Müllproblematik zu sensibilisieren. „Weil es den meisten richtig stinkt, dass es an einigen Stellen so aussieht wie es aussieht.“ Aber wie überall gebe es schwarze Schafe, die sich nicht an Regeln halten würden. „Darum darf es einfach nicht cool sein, Flaschen an den Steinen der Visselquelle zu zerdeppern.“

Denn nur reden hilft nicht, anpacken zählt.

Iris Weis

Aber auch die älteren Bürger sollten sich angesprochen fühlen und aktiv auf Nachbarn und Freunde einwirken, um Müll zu vermeiden. Und auch die Politiker, die während der Podiumsdiskussion Abhilfe versprochen hätten, seien gefordert. „Denn nur reden hilft nicht, anpacken zählt“, fordert Iris Weis.

Die Arbeitsgruppe soll ein wenig plakativ und provozierend agieren. Christian Oddoy schwebt schon eine Idee vor. „Eine gläserne Säule öffentlich aufgestellt, in die eine ausgewählte Familie eine Woche lang ihren Müll reinwirft, um deutlich zu machen, wie viel Unrat wir alle täglich produzieren.“

An Kreativität mangelt es den Gemeinwesenarbeitern also nicht. „Aber zunächst hoffen wir am 13. Oktober auf möglichst viele Aktive“, betonen Oddoy, Weis und Gaudies.

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