Präventionsrat kehrt mit Bescheid aus Hannover zurück

Geld für Sozialarbeiter

Gustav Stegmann, Nicole Kanapin (2.v.l.) und Elke Motzkau (r.) bekommen von Sozialministerin Cornelia Rundt den Bescheid überreicht.

Visselhövede - Jubelstimmung beim Visselhöveder Präventionsrat, denn der lang gehegte Wunsch nach einem Sozialarbeiter für die Stadt lässt sich jetzt wohl realisieren. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) gab die Zusage, dass das Land für ein Jahr 75 Prozent der Kosten übernimmt – mit einer Verlängerungsoption.

Mit dieser frohen Botschaft kehrten die Vorsitzenden des Präventionsrats, Gustav Stegmann und Nicole Kanapin, aus Hannover zurück. Dort hatte die Ministerin den beiden den Bescheid überreicht, nachdem sich der Präventionsrat bei der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen für eine Förderung beworben hatte. 

„Die ersten Kontakte hatten wir bereits im vergangenen Jahr geknüpft“, so Stegmann, der sich über die finanzielle Ausstattung der Stelle aus dem Topf Gemeinwesen und Quartiersmanagement in Niedersachsen freut. 

„Wir haben uns bei den 51 Bewerbern durchgesetzt und sind als Pilotprojekt für die Koordinierung und Entwicklung der Gemeinwesenarbeit ausgewählt worden“, berichtet Stegmann, der nun bei den politischen Gremien der Stadt vorstellig wird, um die fehlenden 25 Prozent einzuwerben. „Da sind wir aber ganz optimistisch, dass das klappt“, betont der Schwitscher. Der Präventionsrat habe während seiner bisherigen Arbeit festgestellt, dass es für das soziale Zusammenwachsen in der Stadt der professionellen Begleitung und Übernahme von Teilbereichen durch eine Fachkraft bedürfe.

Es geht um Betreuung der Jugendlichen

„Es geht dabei um eine Zusammenführung der bisher ehrenamtlich geleisteten Arbeit, wir stellen uns auch eine Beratungsstelle vor, wobei der Standort noch nicht geklärt ist, und es geht nicht zuletzt um die Betreuung von Jugendlichen“, hat Stegmann schon eine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung des künftigen Sozialarbeiters. Denn es sei wichtig, gerade die verschiedenen ethnischen Gruppen im Stadtgebiet miteinander ins Gespräch zu bringen. 

„Der Sozialarbeiter soll sie aber nicht bevormunden, sondern in die Entscheidungsprozesse integrieren, sodass sie sich auch als Teil der Visselhöveder Gesellschaft fühlen“, betont Stegmann. Aber nicht nur die Jugendlichen stünden im Mittelpunkt der Sozialarbeit, sondern „der neue Stelleninhaber ist für jedermann Ansprechpartner. Jetzt heißt es, geeignete Bewerber zu finden. „Keine leichte Aufgabe, denn freie Sozialarbeiter gibt es nicht viele.“

Von Jens Wieters

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