Gas- und Ölkonzern „ExxonMobil“ startet Ausstieg aus dem Kalkarenit / Lagerstättenwasser soll tiefer in die Erde

Bohrung Gilkenheide wird 2016 verfüllt

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Protestschild in Visselhövede.

Visselhövede - Der Energiekonzern „ExxonMobil“ reagiert offenbar auf den zunehmenden Protest innerhalb der Bevölkerung gegen die Verpressung von Lagerstättenwasser. Denn wie das Unternehmen gestern bekannt gab, ist für das kommende Jahr die Verfüllung der Bohrung Gilkenheide Z1 bei Visselhövede in Planung. „Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 auch die übrigen Kalkarenit-Bohrungen zu verfüllen, die ‚ExxonMobil‘ im Landkreis Rotenburg und im Heidekreis betreibt“, teilt der Gas-Multi mit. Beim Kalkarenit handele es sich nicht um Gesteinshorizonte, in denen zuvor Erdgas oder Erdöl enthalten war. Gerade aus diesem Grund sei die Versenkung von Lagerstättenwasser in Öffentlichkeit und Politik diskutiert worden.

„‚ExxonMobil‘ will daher den Kreislaufgedanken künftig konsequenter verfolgen und Lagerstättenwasser nur noch in solche Horizonte versenken, aus denen das Wasser ursprünglich stammt oder in denen natürlicherweise noch Lagerstättenwasser enthalten ist“, heißt es weiter.

Aus diesem Grund habe der Konzern bereits in diesem Jahr damit begonnen, die ersten Bohrungen zu verfüllen. Und zwar in Stapel Z1 (Gemeinde Horstedt), Grauen Z2 (Gemeinde Neuenkirchen) und Soltau Z6 (Stadt Schneverdingen).

Parallel würden zusätzliche Kapazitäten außerhalb des Kalkarenits in tieferliegenden Horizonten sowie weitergehende Möglichkeiten einer Aufbereitung von Lagerstättenwasser geprüft. Für die noch genutzten Kalkarenit-Bohrungen würden die Überwachungsmechanismen überprüft und gegebenenfalls verstärkt.

Laut Mitteilung werde an der Versenkbohrung Sottrum Z1 eine permanente Untertage-Drucküberwachung eingebaut. „Zudem wird dort ein Grundwassermonitoring installiert, um den Nachweis zu führen, dass von der Versenkung keine nachteiligen Auswirkungen auf das Grundwasser ausgegangen sind und auch nicht ausgehen werden“, schreibt der Konzern.

jw

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