Mofarennen „Jeddingen 300“ / Gelände wird zurzeit vorbereitet / Racing Team erwartet viele Fans

Fünf Stunden im Zweitaktfieber

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Ingmar Winkelmann vom Racing Team Jeddingen freut sich auf seine Art auf eine spektakuläre Veranstaltung mit vielen Zuschauern, aber möglichst wenig Stürzen.

Jeddingen - Von Henning Leeske. Das Knattern ist schon von weither zu hören, wenn das Racing Team Jeddingen an ihren Rennmofas auf den Wegen der Feldmark so richtig Gummi gibt. Die Zweitakter versprühen eben einen ganz eigenen Charme – auch rein akustisch.

Aber auch über die Optik sind manche Zweiradfans immer wieder entzückt. Und von den heißen Maschinen gibt es am Samstag, 16. September, wieder eine ganze Menge zu sehen, denn dann steigt das zweite Mofa-Rennen unter dem Titel „Jeddingen 300“.

Trecker, Radlader und Piloten basteln an der Rennstrecke

Auf dem neuen Rennbahngelände zwischen Jeddingen und Nindorf (Abzweig an der Straße von Jeddingen nach Wittorf) laufen zurzeit die Vorbereitungen für das zweite Motorsportvergnügen, das wieder vom Racing Team Jeddingen zusammen mit der Motorsport Gemeinschaft Visselhövede veranstaltet wird.

Mit viel Muskelkraft und ein wenig technischer Hilfe durch Trecker und Radlader sind die Piloten, Mechaniker und Betreuer zurzeit dabei, eine attraktive Rennstrecke für alle Teilnehmer zu gestalten.

Streckenplaner Stefan Wolff hat eine detaillierte Karte des Geländes ausgearbeitet und legt in den kommenden Tagen fest, wo die Steilkurven und Sprünge in den Acker eingearbeitet werden können. Das Racing-Team wird so lange buddeln und baggern, bis der Planer der Rennstrecke zufrieden ist. Bisher haben sich bereits mehr als 20 Teams für das rund fünfstündige Rennen angemeldet. Gestartet wird im Le-Mans-Stil. Das heißt, die Fahrer stellen sich in einer Reihe auf, sprinten zu den Maschinen und rasen los. Nach 300 harten Minuten über Stock und Stein mit wechselnden Piloten stehen am späten Nachmittag der Sieger fest.

Verschiedene Klassen für Original- und Tuning-Maschinen

„Viele melden sich erst kurz vor dem Rennen an, damit die Maschine auch sicher startklar ist und nicht etwa beim Rennen am vorangegangenen Wochenende in den Mofahimmel gekommen ist“, erklären die Jeddinger Rennsportfreunde.

Es wird übrigens in mehreren Klassen gestartet. So sind Maschinen am Start, die fast dem Originalzustand entsprechen. Und dann gibt es noch die Tuningklasse, bei der sich die Tüftler unter den Mechanikern frei entfalten können. Da werden hier noch ein paar Einlasskanäle poliert, dort noch mal die Kettenräder gewechselt.

Stefan Wolff (Mitte) plant mit Hendrik Grünhagen (l.) und Jan Lohmann die Rennstrecke professionell auf einer Geländekarte.

„Wer auf den knapp 800 Meter langen Rundkurs in den fünf Stunden die meisten Runden schafft, der gewinnt. So einfach ist das“, sagt Ingmar Winkelmann vom Racing Team. Außerdem sind auch die Frauen in einer eigenen Klasse am Start. Natürlich dürfen auch sie während der fünf Stunden jederzeit eine andere Fahrerin auf dem schmalen Sattel Platz nehmen lassen. „Ungefähr eine Stunde sollten die Fahrer aber schon durchhalten, weil jeder Wechsel einige Zeit kostet“, empfehlen die Jeddinger Rennexperten, die während der Saison bei vielen Veranstaltungen in ganz Niedersachsen auf zwei Rädern unterwegs sind.

„Man kann sich mal ‘ne Rippe oder mehr brechen“

Die flotten Zweitakter können nach gewissen Motor- Anpassungen immerhin auf 50 bis 60 Kilometer pro Stunde kommen. Dank Helm, Handschuhen und Protektoren passiert meistens nicht viel, „aber hier und da kann man sich bei einem spektakulären Abgang mal ‘ne Rippe oder mehr brechen“, merken die Piloten an, von denen die meisten schon mal die ein oder andere Blessur davongetragen haben.

Um die Unfallgefahr zu minimieren, sind auch nur Mofas mit einem Zylindervolumen von 50 Kubikzentimeter am Start, um dem Eifer der Rennsportler etwas einzubremsen.

Für die Zuschauer wird auch viel geboten. So können die Fans den Mechanikern in der offenen Boxengasse über die Schultern schauen. Und das auch schon am Freitag vor dem Rennen. Dann sind nämlich die technischen Abnahmen und erste Testfahrten geplant. Richtig los geht es am Samstag, wenn die Ampel um 10 Uhr das erste Mal grünes Licht zeigt und die Mofas fünf Stunden lang um die Wette knattern. Es versteht sich von selbst, dass die Motorsportfans auch ein Rahmenprogramm mit Essen und Trinken sowie Attraktionen für die Kinder erwarten dürfen.

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