Premiere von „Jeddingen300“

Fünf Stunden knatternd über die Piste

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Was auf der Piste geboten wurde, war richtiger Rennsport.

Paterbusch - Von Angela Kirchfeld. „Wenn ich mal im Lotto gewinne, kaufe ich mir ein Mofa“, ist sich Jannis Block sicher. Damit der Neunjährige auch ganz genau weiß, wie so ein Mofa aussieht und funktioniert, unternahm Familie Block aus Sieverdingen am Sonnabend einen Ausflug zum Mofa-Rennen „Jeddingen300“, nach Nindorf Paterbusch.

Erstmals hat das „Racingteam Jeddingen“ mit der Motorsportgemeinschaft Visselhövede das Rennen veranstaltet. 34 Teams waren dabei. Mit durchschnittlich fünf Fahrern traten sie in vier Klassen gegeneinander an und absolvierten dabei fünf Stunden Fahrt.

„Nächstes Jahr sind wir mit einer Senioren-Damen-Gruppe dabei“, betonte Birgit Ried lachend. Der einzige Haken an der Sache: „Wir benötigen noch Mofa-Spenden!“

„Das Wetter ist optimal, nicht zu heiß und kein Regen! Außerdem wird die Aktion sehr gut angenommen“, freute sich Gundel Wahlers, stellvertretende Kindergartenleiterin aus Jeddingen, die sich um das Glücksrad kümmerte und deren Einrichtung von den Organisatoren gesponsert wird. Viel Lob erhielten die Veranstalter, die an alles gedacht hatten. „Der harte Kern besteht aus rund 50 Mitstreitern“, berichtete Jan Lohmann. „Der Regen am Morgen hat der Strecke gut getan. Die Teams sind alle gut drauf und alles klappt.“ Von daher stehe einer Wiederholung im nächsten Jahr nichts mehr im Weg.

Mofa-Rennen „Jeddingen300“

Ziel des Crossrennens war, möglichst viele Runde auf dem gut vorbereiteten Stoppelfeld in 300 Minuten zu schaffen. Und das möglichst ohne Unterbrechungen. „Ein Transponder am Mofa zählt die Runden“, informierte Jörg Bremer vom Team „Schrottmänner“ aus Soltau. „Fahrerwechsel gehört nun mal dazu“, so Kai-Uwe Kronshage vom Team „Die glorreichen Puchisten“. „Die Strecke hier ist super, eine tolle Veranstaltung“, schwärmte Hagen Wendt aus Gütersloh und fügte hinzu: „Unser Mofa besteht aus ,Schrott’, aus alten Stahlteilen, die andere wegwerfen, und hat 50 PS.“ Leider hatte sein Team Pech, denn der Motor musste ausgetauscht werden. „Doch ich habe immer alles doppelt und dreifach vorrätig und verkaufe auch an andere Teams“, sah es Wendt sportlich. Teamkollege Kai Klock war von seinem Chefmechaniker begeistert: „Es macht einfach nur Spaß. Man muss nur den Daumen runter zeigen und er weiß gleich, was los ist und welche Schraube gedreht werden muss!“

Auch Team „Red Hot Racing“ aus Suhlingen mussten einen Boxenstopp einlegen, der Vergaser war nicht richtig abgestimmt. „Die Jeddinger stellten uns Ersatz“, zeigte sich Martin Eck dankbar. „Es geht nicht nur darum ganz vor mitzufahren, sondern das Basteln und der Spaß stehen im Vordergrund!“ Alle Ergebnisse des Rennens online.

www.Jeddingen300.de

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