Kreisschützenfest in Wittorf / Drei Tage Programm / Zuschauer-Treffpunkte

Am Freitag beginnt die Feierei

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Die Gruppe um Hanna Tamke (Mitte) bereitet einen besonderen Treffpunkt vor.

Ganz Wittorf ist zurzeit im Fieber. Nein, krank sind die Einwohner nicht, aber völlig aus dem Häuschen, denn ein Großereignis steht am kommenden Wochenende vor der Tür: Das dreitätige Kreisschützenfest, zu dem viele tausend Gäste aller Altersgruppen auf dem Festgelände zwischen der Schützenhalle und dem Sportplatz erwartet werden.

Wittorf - Das Fest mit dem Titel „Der Treffer 2019“ soll in die Geschichte eingehen. „Das Kreisschützenfest ist der jeweilige Höhepunkt der 52 Mitgliedsvereine im Altkreis Rotenburg. Unser Verein feiert dieses Jahr sein 125-jähriges und unsere Damenriege ihr 50-jähriges Bestehen“, so Schützenchef Friedel Röbe-Oltmanns, der zum Fest 1 400 Gäste erwartet. Bereits 1969 und 1994 hatten die Wittorfer das Kreisschützenfest erfolgreich ausgerichtet.

Noch sind die Zeltbauer fleißig aktiv, um die Schankanlagen und die Tontechnik einzubauen, aber schon am Freitagabend muss alles fertig sein, denn dann steigt die sogenannte Stoppelkornfete, die von der Dorfjugend „Die Eiersucher“ organisiert wird. Und wer die Partys in Wittorf wie etwa zu Halloween oder zur Faschingszeit kennt, der weiß, dass dort ordentlich die Post abgeht.

Und auch am Samstag kommen die Besucher voll auf ihre Kosten und werden ordentlich ihre Lachmuskeln strapazieren, denn der Kommersabend steht an, der pünktlich um 19 Uhr beginnt. Einlass ist bereits um 18 Uhr. Seit vielen Wochen proben die Hauptdarsteller um den Chef-Organisator Stefan Heldberg für die Aufführung. Was es genau damit auf sich hat, wird natürlich an dieser Stelle noch nicht verraten. Allerdings wird es unter dem Motto „Wir lassen die Puppen tanzen“ reichlich was zum Amüsieren geben. Anschließend steht eine After-Show-Party an.

Der Umzug am Sonntagnachmittag verläuft in zwei Routen – rot und grün.

Der Haupttag des Kreisschützenfestes ist natürlich der Sonntag. Dann ist folgender Festablauf geplant: Zwischen 12.15 und 12.45 Uhr werden die auswärtigen Gäste auf den Parkplätzen in Empfang genommen. Unmittelbar danach erfolgt der Aufmarsch auf dem Festplatz. Gegen 13 Uhr stehen die Begrüßung durch den Präsidenten des Kreisschützenverbands Olaf Rautenberg sowie Grußworte der Ehrengäste an.

Augenblicke später erfolgt der Festumzug durch das geschmückte Dorf. Und zwar in zwei Routen, denn 1 400 Schützen wären für einen Umzug doch zu viel. So teilen sich die Vereine auf eine rote und eine grüne Route auf. Start ist jeweils am Festplatz. Dann geht es die Straße Dieckkamp entlang bis zur Bundesstraße. Dort biegt die rote Tour nach rechts auf den Hobarg ab, marschiert Im Kloster entlang, um an der Lüdinger Straße wieder nach links in Richtung Bundesstraße zu gehen.

Die grüne Route führt entlang der Bundesstraße bis Auf den Wiehern. Dort geht es nach rechts zum Dicken Holz und von dort wieder in Richtung Bundesstraße, die natürlich während des Umzugs für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Auf der Wittorfer Straße treffen sich beide Umzüge, um über die Molkereistraße wieder das Festgelände zu erreichen.

Der Wittorfer Bürgerverein und weitere Organisationen und Gruppen haben insgesamt neun Treffpunkte für Zuschauer entlang der beiden Routen eingerichtet. Und dort ist nicht nur ein Stelldichein geplant, sondern die Protagonisten stellen richtig was auf die Beine.

„So wird an einem Treffpunkt eine Art Tribüne aus Strohballen aufgebaut, an einem anderen gibt es einen kleinen Weinausschank, und an anderen Treffpunkten werden den Umzugszuschauern Leckereien gereicht“, so Heiner Tamke vom Bürgerverein. Dessen Mitglieder um Margret Puppa haben sich in den vergangenen Tagen mächtig ins Zeug gelegt, um die Straßen entsprechend zu schmücken. „Auch die Anwohner der Umzugsstraßen haben kräftig mit angepackt“, freut sich Puppa über so viel Unterstützung.

Mitglieder des Bürgervereins und Anwohner haben viele Straßen an der Umzugsstrecke hübsch gestaltet.

Die Gruppe um Hanna Tamke, bekannt für ihre historischen Modeschauen und Stadtführerin, hat sich für ihren Treffpunkt etwas Besonderes ausgedacht: „Wir stellen altes Handwerk und das frühere Leben in der Landwirtschaft vor. Auch modisch gibt es die eine oder andere Überraschung“, verrät Tamke schon jetzt.

Diese Treffpunkte werden erstmals bei einem Kreisschützenfest organisiert. Bisher waren nämlich die Straßen immer hübsch geschmückt. Zuschauer waren aber kaum zu sehen.

Nach dem Eintreffen der Schützen am Festplatz stehen Platzkonzerte der Spielmanns- und Fanfarenzüge an. Gegen 17 Uhr erfolgen die ersten Preisverteilungen in den verschiedenen Wettbewerben. Und ab 19.30 Uhr wird es richtig spannend. Denn dann wird das Geheimnis gelüftet, wer die neuen Kreismajestäten geworden sind.

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