308 Feuerwehrleute bei Großübung im Einsatz / Szenario ganz nah an der Realität

Feuer bei Hoyer: Üben für Ernstfall

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Die Brandbekämpfer haben alle Hände voll zu tun, um für genügend Wasser zur Kühlung der großen die Heizöl- und Dieseltanks zu sorgen.

Visselhövede - Der Pförtner auf dem Gelände der Firma Hoyer in Visselhövede schreckt auf. Soeben hat er eine dicke Rauchwolke bemerkt, die von einem der Tanklastwagen aufsteigt. „Feuer“, schießt es ihm durch den Kopf und schon hat er die Notrufnummer 112 gewählt, um die Feuerwehr zu alarmieren. Kurze Zeit später treffen erste Einsatzkräfte ein und beginnen mit der Brandbekämpfung. Auf dem Gelände befinden sich Diesel- und Heizöltanks, Tanklaster und ein großes Depot mit Gasflaschen, die in die Luft zu fliegen drohen ...

Die Bewohner der Heidestadt wurden am Samstagmorgen aufgeschreckt, denn im gesamten Stadtgebiet heulten die Sirenen. Kurze Zeit später fuhren Einsatzkräfte der Wehr in Richtung Gewerbegebiet. „Gott sei Dank kein Ernstfall“, stellten die Feuerwehrleute beim Eintreffen fest. Sie waren nicht eingeweiht, dass es sich um einen Einsatz im Rahmen der Großübung „Heidetor“ handelte. Diese Übung forderte nicht nur Brandschützer aus dem Rotenburger Abschnitt, sondern auch Kräfte aus dem Heidekreis. Insgesamt waren 308 Feuerwehrleute im Einsatz. Während der Übung, die im Vorfeld über viele Tage vom Visselhöveder Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring ausgeklügelt wurde, nahm aber das „Unheil“ weiter seinen Lauf: Die Hoyer-Werkstatt brennt und das Hydranten-Netz ist ausgefallen. Der Einsatzleiter fordert Hilfe von benachbarten Wehren an. Aus einem nahe gelegenen Teich wird das Wasser an die Brandstelle herangeführt. Dazu mussten mehr als ein Kilometer Schlauch verlegt werden. Auch die Bahnstrecke wird geschottert, um Schläuche unter ihr hindurch zu führen. Dann verunglückt zusätzlich auch noch ein Gefahrguttransporter ...

„Eine Übung in solch einer Größenordnung hat es in Visselhövede noch nie gegeben. Es spielten viele Faktoren eine Rolle: Kommunikation, Logistik, Einsatzführung, Funkverkehr, Absprachen mit Behörden und Betrieben, ganz wichtig bei jeder Übung: viel Vorstellungskraft“, teilte die Feuerwehr nach Abschluss der Übung mit. Positiv hervorzuheben sei die Zusammenarbeit zwischen den beiden Landkreisen. „Natürlich gab es den ein oder anderen Patzer, aber sonst bräuchte man nicht üben. In den kommenden Tagen wird sich die Planungsgruppe zusammensetzen und eine Übungsnachbesprechung durchführen, um einzelne Übungsabläufe zu sortieren.

go

Übungsalarm bei der Firma Hoyer in Visselhövede

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