Anpassung des Bedarfsplans / Es bleibt bei zwei Stützpunkten

Feuerwehren im Umbruch

Baustelle Buchholzer Feuerwehrgerätehaus: Es ist Eile geboten, denn bald kommt das neue Auto.
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Baustelle Buchholzer Feuerwehrgerätehaus: Es ist Eile geboten, denn bald kommt das neue Auto.

Visselhövede – Feuerwehren müssen nicht nur schnell bei den verschiedenen Einsätzen sein, sondern auch immer wieder umdenken, was die Struktur, neue Vorschriften und vor allem Unfallverhütungen angeht. Und darum wird auch der Visselhöveder Feuerwehrbedarfsplan, der im Sommer 2017 nach vielen konstruktiven Gesprächen auf den Weg gebracht wurde, neu angepasst. Darauf hat sich der Feuerwehrausschuss während seiner vergangenen Sitzung geeinigt.

Die Firma Orgakom aus Waldbronn, die bereits den ersten Plan erarbeitet hatte, wird sich auch um dessen Fortschreibung kümmern. Die ist nötig, weil die vor drei Jahren ausgetüftelten Ideen doch nicht so umgesetzt werden können wie geplant. So hatten die Fachleute zum Beispiel vorgesehen, die Ortswehren aus Hiddingen und Schwitschen langfristig zu einer Einheit neben Jeddingen und Visselhövede als dritte Stützpunktfeuerwehr zusammenzuführen. „Vor Ort wurde sich aber gegen eine Zusammenlegung entschieden“, informiert Mathias Haase, Sachbearbeiter Feuerwehr in der Visselhöveder Verwaltung. Zunächst sei noch angedacht gewesen, dass Hiddingen vielleicht allein als Stützpunktwehr organisiert werden könne, aber „sie haben abgesagt, weil es personell nicht zu wuppen sei“, erläutert Haase, der „großen Respekt“ für diese Entscheidung hat. Denn die Brandschützer einer Stützpunktfeuerwehr werden nicht nur mit zwei Fahrzeugen ausgestattet, sondern sie müssen sich auch intensiv fort- und ausbilden lassen, vor allem was die technische Hilfeleistung zum Beispiel bei Verkehrsunfällen angehe. „Und dafür braucht es natürlich genügend Leute.“ Also müsse der Bedarfsplan ein wenig umgestrickt werden, weil ein weiteres Feuerwehrfahrzeug für Hiddingen/Schwitschen, wie ehemals vorgesehen, nun nicht mehr nötig sei. Neue Autos auf Lkw-Fahrgestellen bekommen hingegen die Wehren aus Buchholz, wo aktuell fleißig an der Erweiterung des Gerätehauses gearbeitet wird, und Nindorf. „Das soll schon Anfang Oktober soweit sein“,verriet Haase dem Ausschuss. Die Nindorfer werden laut Bedarfsplan langfristig enger mit den Jeddinger Kameraden kooperieren. „Bei größeren Schadenslagen werden sie bereits mitalarmiert“, so Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring. Auch, um am Tage genügend Einsatzkräfte sofort zur Verfügung zu haben. „Denn, die Feuerwehrleute, die in den Dörfern oder in der Nähe arbeiten, werden immer weniger. Das wird im Bedarfsplan berücksichtigt.“

Ein wenig gedulden müssen sich hingegen noch die Ottinger Feuerwehrleute, denn ihr neues Auto auf Transporterbasis sei zwar schon lange bestellt, doch die Ausrüster hätten auch wegen der Corona-Krise Lieferschwierigkeiten. Grundsätzlich sei ein Feuerwehrbedarfsplan, der ja auch für einen längeren Zeitraum gelte, ein sich stetig verändernder Prozess, weil man nie sagen könne, welche neuen Vorschriften es in einigen Jahren gebe, so Bürgermeister Ralf Goebel. „Die Anforderungen ändern sich ständig“, stimmte Kai-Olaf Häring zu.

Ausschussvorsitzender Tam Ofori-Thomas (SPD) betonte, dass es bei allen Überlegungen zum Thema darum gehen müsse, möglichst viele Feuerwehrleute mitzunehmen. „Ich weiß, dass wir durch den Plan ein paar Leute verlieren, aber hoffentlich nicht so viele. Sonst haben wir ein Problem.“

Der Ausschuss ist sich darum einig, dass zu den Gesprächen über die gut 5 000 Euro teure Anpassung des Bedarfsplans neben dem Stadtbrandmeister auch andere Mitglieder der Kommandos eingeladen werden, um „unter anderem klare Kriterien festzulegen, wann welche Wehren zusammengelegt werden müssen“, betonte Robert Rabe (SPD).  jw

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