Bedarfsplan passiert Ausschuss

Feuerwehren blicken optimistisch in die Zukunft

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Für die Visselhöveder Feuerwehren wurde ein Bedarfsplan erstellt, der gewisse Neustrukturierungen vorsieht.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Brandschützer des Kirchspiels Visselhövede können für die Zukunft planen, denn der Feuerwehrausschuss gab während seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für den Bedarfsplan, der in den kommenden Jahren Investitionen in Gerätehäuser und Fahrzeuge vorsieht. Dafür muss die Stadt bis zum Jahr 2028 rund drei Millionen Euro auf den Tisch legen.

Viele Diskussionen hatte es im Vorfeld unter den Politikern, aber auch innerhalb der einzelnen Feuerwehren gegeben. Die Angst war groß, dass vor allem kleinere Ortswehren bei einer Neustrukturierung auf der Strecke bleiben könnten. So wird es zwar nicht kommen, aber ein Zusammenwachsen örtlich dicht beieinanderliegenden Feuerwehren wie zum Beispiel Nindorf und Jeddingen oder auch Schwitschen und Hiddingen wird in den kommenden Jahren forciert.

Die Firma Orgakom, die den Bedarfsplan erstellt hat und bundesweit aktiv ist, sieht in diesem Zusammenhang vor, dass künftig gemeinsame Übungen stattfinden, um das Zusammenspiel der einzelnen Wehren zu fördern.

Mindeststärke wird zum Problem

„Da kommen wir nicht drumrum, da die Zahlen belegen, dass in einigen Jahren kleinere Feuerwehren nicht mehr die Mindeststärke von Einsatzkräften vorweisen können“, betonte Mathias Haase vom Visselhöveder Hauptamt.

Darum liege es jetzt auch an den Ortswehren, intensive Mitgliederwerbung zu betreiben. „Und die ist hoffentlich von Erfolg gekrönt, denn Feuerschutz ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Haase. Orgakom hatte bei der Analyse nämlich auch festgestellt, dass es an einigen Standorten zukünftig Engpässe geben könnte, was die Tagesverfügbarkeit entsprechend ausgebildeter Feuerwehrleute angeht.

Der Bedarfsplan, der in den kommenden Wochen noch den nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss sowie den Stadtrat passieren muss, gibt unter anderem vor, in welchen Feuerwehrhäusern demnächst umgebaut werden muss. „Auch um die Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse zu erfüllen, denn viele alte Gerätehäuser sind schlichtweg zu klein“, berichtete Haase.

Baumaßnahmen bis 2022 durchgeplant

So stehen einige bauliche Maßnahmen an, die noch in diesem Jahr in Jeddingen beginnen und dem Plan nach 2022 in Visselhövede enden. Die Arbeiten werden knapp zwei Millionen Euro verschlingen.

Auch der Fuhrpark der Helfer muss entsprechend angepasst werden. Dafür wird erneut eine gute Million aus dem Stadtsäckel fällig – Zuschüsse bereits eingerechnet. Dem Plan ist auch zu entnehmen, dass die Ausrüstung der Wehren, insbesondere die Fahrzeuge, nicht mehr nur ortsgebunden betrachtet werden sollen.

Grundsätzlich sei es der richtige Weg gewesen, den Bedarfsplan von einem unabhängigen Gutachter aufstellen zu lassen, stellte Haase fest. Der habe sich die Stadt und die Dörfer mit allen brandschutzrelevanten Gegebenheiten angeschaut, und aufgezeigt, wo im Falle eines Falles die Schwachpunkte lägen. „Letztlich haben die einzelnen Feuerwehren die breite Diskussion zum Anlass genommen, sich auch selbstkritisch bezüglich des demografischen Wandels und den damit verbundenen Personalauswirkungen gerade in den kleinere Ortschaften zu hinterfragen. Das kann für die Zukunft nur gut sein“, unterstrich Haase.

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