Oft Behinderungen an der Burgstraße / „Verzögerung kann Menschenleben kosten“

Feuerwehr ärgert sich über immer mehr Falschparker

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Autofahrer auf der Visselhöveder Burgstraße sollten dieses Schild tunlichst beachten. 

Visselhövede - Von Jens Wieters. Bei Feuerwehreinsätzen geht es fast immer um Sekunden. Die Helfer müssen nicht nur Häuser löschen und Straßen von umgestürzten Bäumen befreien, sondern oft stehen auch Menschenleben auf dem Spiel, wenn nach einem Verkehrsunfall Insassen von Autos aus den Fahrzeugwracks geschnitten werden müssen. Dann müssen die Feuerwehrleute möglichst schnell vor Ort sein – und das hat in Visselhövede zuletzt ein paar Schwierigkeiten bereitet.

„In den vergangenen Wochen und leider auch während der Alarmierungen der Ortswehr, hat es sich gehäuft, dass die Anfahrt der Feuerwehrkameraden verzögert wurde, weil Autos im Weg standen“, ärgert sich Jonas Hermonies, stellvertretender Pressesprecher der Visselhöveder Feuerwehren.

Dass die Brandschützer des Kernorts ihr Gerätehaus und ihre Fahrzeuge mitten in der Stadt in dem Gebäude an der Burgstraße deponiert haben, ist auf der einen Seite gut, da ein Einsatz in allen Himmelrichtungen des Stadtgebiets eigentlich recht zeitnah möglich ist. Auf der anderen Seite nutzen viele Falschparker freie Flächen vor dem Feuerwehrhaus, um „mal eben kurz“ ihr Auto dort abzustellen. Das könnte wiederum verheerende Folgen haben, da sich Unfälle oder Brände rund um die Uhr ereignen können. „Wir haben neuerdings immer wieder festgestellt, dass Autos direkt in der Einfahrt zum Feuerwehrhaus an der Burgstraße parken, halten oder wenden“, so Hermonies. Wenn dann die Feuerwehrleute mit ihren schweren Fahrzeugen und unter Zeitdruck los müssen, kann es schon mal eng und manchmal auch gefährlich werden.

„Darum bitten wir um Beachtung der Verkehrszeichen, die vor dem Feuerwehrhaus stehen“, so Hermonies. Die würden deutlich zu verstehen geben, dass die Einfahrt nur für die Feuerwehr und die Polizei genehmigt sei. Der Bußgeldkatalog sehe für eine Missachtung der Verkehrszeichen ein Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro vor. „Eine Behinderung der Feuerwehr während eines Einsatzes kostet sogar 60 Euro sowie einen Punkt in der Verkehrssünderkartei“, hat Hermonies in Erfahrung gebracht.

Visselhövedes Ordnungsamtschef Mathias Haase wird noch deutlicher: „Behindert ein Auto oder ein anderes Fahrzeug extrem ein schnelles Ausrücken der Feuerwehr, dann wird es kurzerhand zur Seite geschoben.“ Dass das nicht mit Samthandschuhen geschehen werde, verstehe sich von selbst.

„Darum müssen die geltenden Regeln an der Burgstraße unbedingt eingehalten werden. Im Ernstfall geht es um Menschenleben, die in Gefahr geraten, wenn die Feuerwehr nicht rechtzeitig zum Unfallort gelangen kann“, so Feuerwehrsprecher Jonas Hermonies.

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