Gina Geißler über ihr Hobby Mounted Games

Die WM fest im Blick

Bei voller Geschwindigkeit springt Gina Geißler aufs Pferd.

Buchholz – Das Reiten wird Gina Geißler quasi in die Wiege gelegt. Ihre Eltern haben in Buchholz einen Pferdehof. Da liegt es auf der Hand, dass die Vierbeiner für Geißler eine wichtige Rolle spielen und sie seitdem sie denken kann, im Sattel sitzt. In diesem Jahr steht für sie ab April die 20. Saison bei den Mounted Games an. Dabei ist sie erst 25 Jahre alt.

Mit ihrer Leidenschaft beginnt Geißler im Jahr 2000, nachdem sie mit ihrer Familie bei den Weltmeisterschaften in Bremen ist. „So richtig wahrgenommen habe ich es damals mit sechs Jahren natürlich nicht. Aber ich war danach im Fieber“, sagt die Finanzberaterin. Sie fängt danach schnell mit dem Sport an. „Dressur und Springreiten fand ich immer ein wenig langweilig“, gesteht Geißler.

Stattdessen findet sie die vielfältigen Wettkämpfe abseits der Stadien spannender. 30 Disziplinen gibt es bei den Mounted Games insgesamt. Die Mannschafts-Wettkämpfe, bei denen Viererteams in Staffeln gegeneinander antreten, sind rasant und werden auf kleinen Pferden ausgetragen. Das Pony von Geißler, es heißt Tatezi, hat eine Schulterhöhe von 1,40 Meter. Die Reiter müssen bei den Spielen zum Beispiel Becher von einer Stange zur nächsten versetzen oder Bälle aus Wassereimern holen. „Das schönste ist einfach, dass man in einem Team spielt und es nicht so viele Regeln gibt“, findet die 26-Jährige.

Sie tritt seit mehreren Jahren für das Team Fleckeby aus Schleswig-Holstein an. Geißler lebt mittlerweile in Kiel. Insgesamt sind fünf Leute in einem Team, pro Aufgabe pausiert jedoch eine Reiterin. Im Team Fleckeby sind viele Akteure aus der Region vertreten. Geißler als gebürtige Buchholzerin, Lea Hoffmann aus Bothel sowie zwei Walsroderinnen und zwei Hamburgerinnen. Einmal im Monat treffen sich die Teamkolleginnen zum Training. In zwei Wochen ist ein Trainingswochenende in Buchholz auf dem Hof von Geißlers Eltern geplant.

Im Januar beginnt bereits die Saisonvorbereitung, denn die Pferde brauchen die nötige Kondition und Muskulatur. „Drei Monate Vorbereitung braucht es schon, damit es losgehen kann“, so Geißler, die mit ihrem Pferd sonst Ausritte unternimmt. Früher war Geißler auch mal für Teams aus Moordorf und Buchholz am Start, die sie selbst gegründet hatte. „Es gibt in der Region um Visselhövede viele Reiter, die in verschiedenen Teams antreten“, weiß die Reiterin. Im Team Fleckeby gibt die erfahrene Starterin nun auch Tipps an ihre Kolleginnen weiter: Geißler ist Trainerin der zweiten und dritten Mannschaft.

Mit ihrem Team und ihren Schützlingen sind zehn bis zwölf Wettkämpfe pro Saison möglich. „Aber wir fahren nicht zu allen hin. Man muss auch schauen, dass es nicht zu weit weg ist“, sagt Geißler. Trotzdem guckt sie immer darauf, genug Ranglistenpunkte zu sammeln, um am Ende zu den Deutschen Meisterschaften zu kommen. Die sind in der jährlichen Saison zwischen April und Oktober immer ein Ziel. Auch international geht Geißler bereits seit 2004 immer wieder an den Start. In diesem Jahr will sie mit Vanessa Baasch bei der Weltpaarmeisterschaft an den Start gehen. Die sind im Juli immerhin in Rendsburg und somit nur eine halbe Stunde entfernt von Geißlers Heimat Kiel.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Hochsommerliche Hitze stellt sich ein

Hochsommerliche Hitze stellt sich ein

Tierische Begegnungen in Badeseen

Tierische Begegnungen in Badeseen

Vogelbeobachtung ist nicht nur etwas für Nerds

Vogelbeobachtung ist nicht nur etwas für Nerds

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Meistgelesene Artikel

„Es war und ist ein toller Job“

„Es war und ist ein toller Job“

Viel zu erzählen

Viel zu erzählen

„Der frühe Morgen ist ideal“

„Der frühe Morgen ist ideal“

Zwei Stunden geballte Heimatkunde

Zwei Stunden geballte Heimatkunde

Kommentare