Konzept für fünf öffentliche Gebäude / Privathäuser können profitieren

Fernwärme statt Heizungskeller

Solch ein Fernwärmenetz soll private und öffentliche Gebäude in Visselhövede versorgen.
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Solch ein Fernwärmenetz soll private und öffentliche Gebäude in Visselhövede versorgen.

Visselhövede – Die Heizung in der Kastanien-Grundschule hat die besten Jahre weit hinter sich. In den beiden Turnhallen an der Gerhart-Hauptmann-Straße und Auf der Loge müssen die Sportler manchmal frieren, weil die Heizkessel streiken und der neue Primar Campus braucht sowieso eine neue Anlage, damit es die Kinder auch im Winter mollig warm haben. Was liegt da also näher, als dass man sich in der Visselhöveder Stadtverwaltung Gedanken über eine Gesamtlösung macht. Und das Zauberwort heißt Fernwärme.

Auf das Vorantreiben eines solchen Konzepts hat sich jetzt der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung verständigt. Das Schulgebäude Lönsstraße, beide Sporthallen, der Kindergarten Fabula und der Primar Campus sollen künftig mit Wärme versorgt werden, die am Rande der Stadt in einem Blockheizkraftwerk erzeugt wird, das die Fachleute mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holzhackschnitzel füttern.

Die städtische Bauingenieurin Karin Stegmann erläuterte dem Ausschuss vor allem den Umweltgedanken, der mit einer Wärmeversorgung durch dieses Konzept einhergehe, und „einen wichtigen Beitrag für das von der Bundesregierung geforderte Klimaschutzprogramm“ leiste. „Es sind in den verschiedenen Gebäuden eine Menge Investitionen an den Heizungen fällig, andere müssen neu gemacht werden, darum ist die Fernwärme-Idee ideal“, so Stegmann.

Das Prinzip funktioniert ganz einfach: Ein Unternehmen baut ein entsprechend dimensioniertes Blockheizkraftwerk, für das die Stadt sogar schon ein Grundstück an der Eichenstraße zur Verfügung hat. Daneben wird eine Lagerfläche für die Hackschnitzel benötigt, und die Firma verlegt gut isolierte Rohre in die Erde. Die führen zu den einzelnen Abnahmestellen. „Dort sind wie in einem Stromzähler Mess-Sensoren installiert, die die exakte Wärmemenge erfassen, für die wir am Ende jeweils bezahlen müssen“, erläuterte Stegmann. Wartungskosten an der Heizung oder gar Reparaturen oder Schornsteinfegergeld entfallen gänzlich, die bleiben beim Anbieter hängen.

Natürlich wird der auch so kalkulieren, dass er etwas an der Wärmeerzeugung verdient, und darum wird im Rathaus damit gerechnet, dass die Wärmeabnahme aktuell etwas teurer wird, als alle reparierten Heizungen mit Öl oder Gas laufen zu lassen, aber in der Abwägung zwischen dem Vorteil für den Klimaschutz und der Wirtschaftlichkeit habe man sich für den Klimaschutz entschieden, heißt es.

Wenn auch der Verwaltungsausschuss am Donnerstag den Daumen für dieses Konzept hebt, wird es von Stegmann ausgeschrieben. Ihren Worten nach gebe es in der Region bereits einige Anbieter, die sich mit der „Materie auskennen“.

Auch Privatleute könnten übrigens von dieser Art der Wärmelieferung profitieren, denn auf dem Weg zum Beispiel von der Eichenstraße bis zum Primar Campus könnten anliegende Wohnhäuser problemlos an das Wärmenetz angeschlossen werden.

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