Visselhöveder Verein besteht seit zehn Jahren

Feierstunde der Bürgerbusse

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Imposantes Bild: Zwölf Bürgerbusse waren zum Geburtstag des Visselhöveder Vereins gekommen.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Mehr als 60 Bürgerbusfahrer aus ganz Norddeutschland sind am Sonnabend nach Visselhövede gekommen, um das zehnjährige Bestehen ihrer Visselhöveder Kollegen zu feiern.

Bei einem Festakt im Haus der Bildung begrüßte Vorsitzender Eckhard Langanke die Ehrengäste und ließ die vergangen Jahre noch einmal Revue passieren. 2006 wurde Langanke auf den Bürgerbusverein Schwarmstedt aufmerksam und überlegte gemeinsam mit Enno Precht und Verkehrsplaner Dietrich Stempel, so etwas auch in Visselhövede zu initiieren. Hilfreich war, dass die „Hohe Heide“ schon 2002 beschloss, Projekte, die den individuellen Personennahverkehr vor Ort verbessern, zu unterstützen. 

Nach Gründung des Vereins konnte ab Dezember 2007 der erste Bürgerbus in Visselhövede seine Runden drehen. „Wir haben mit 19 Fahrern begonnen. Fahrer der ersten Stunde waren Fred Dorogi, Friedrich Bode und Dieter Jepsen.

Rüdiger Klinge vom Kirchlintelner Verein sang seinen Visselhöveder Kollegen ein Ständchen.

„In den vergangenen zehn Jahren konnten wir 25 Fahrer einsetzen, sind täglich 300 Kilometer, somit insgesamt 72 000 Kilometer, gefahren. Das allerdings mittlerweile mit dem dritten Bus. Warum das alles? Wir steuern im ländlich geprägten Raum entlegene Orte an, erleben viel Zuwendung und können viele Geschichten erzählen“, so Eckhard Langanke, der dem „Bürgerbusrentner“ Dieter Jepsen eine lebenslange Dauerfahrkarte für das Gefährt überreichte.

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel hob die aktive Bürgerbusarbeit hervor und betonte, dass viel Idealismus hinter den Fahrern stehe. „Wir sind zwar alle mobil, aber wir werden älter und das Nahverkehrsnetz hier auf dem Lande ist ein Problem. Durch den Bürgerbus werden viele Flächen abgedeckt, sodass man die Aktivitäten und das Angebot vor Ort nutzen kann. 

Dieter Jepsen erhielt eine Bürgerbus Ehrenkarte vom Vorsitzenden Eckhard Langanke (r.).

Es geht immer auf und ab und auch der Bus wird kritisch hinterfragt, wenn er mal keine Gäste befördert, aber die Bilanz ist positiv. Das sieht man an der Zahl der Menschen, die befördert werden“, so Goebel. Glückwünsche des Landkreises überbrachte der stellvertretende Landrat Erich Gajdzik, der insbesondere Eckhard Langanke für sein Engagement dankte. „Der Bürgerbus eröffnet den Menschen Chancen, um am täglichen Leben teilnehmen zu können. Großen Dank und Respekt an die Fahrer! Es ist ein besonderes Ehrenamt, denn auf Sie warten Menschen.“

Viele Grußworte gab es auch von den befreundeten Bürgerbusvereinen. Einen musikalischen Gruß hatte der Kirchlintelner Verein, mit Gitarrist Rüdiger Klinge im Gepäck, der das Lied der „Schwäbschen Eisenbahn“ auf den Bürgerbus umtextete und so für gute Stimmung sorgte.

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