Grünsammelplatz im Paterbusch hat jetzt Hochkonjunktur

Fehlt nur noch eine Würstchenbude

Teilweise geht nichts mehr: Wer samstags den Grünabfallsammelplatz Paterbusch ansteuert, muss gut einparken können.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld.  Nun heißt es wieder „Ab in den Garten!“ Die Natur ruft und mit ihr viele Aufgaben rund um Haus und Hof. Organische Abfälle müssen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Ein Komposthaufen genügt. Abe was tun, wenn keine Möglichkeit zur Eigenkompostierung besteht? Oder wenn es dem Auge nicht gefällt, einen Biomüllhaufen zwischen Rosen und Stiefmütterchen zu haben? Ab damit zum Grünabfallsammelplatz nach Nindorf-Paterbusch.

Dort sorgen Armin Wolters und Detlef Krassow für Ordnung in dem vermeintlichen Chaos. Die Annahmestelle hat jetzt gerade Hochkonjunktur. Denn alle wollen ihren Garten fit machen für die Saison. Bei schönem Wetter geht an der Landesstraße 171 fast gar nichts mehr. Fahrzeug reiht sich an Fahrzeug und auch das Abfahren gestaltet sich nicht immer einfach. Findige Visselhöveder denken schon laut darüber nach, an den Öffnunstagen eine Würstchenbude aufzustellen.

„An guten Tagen zählen wir hier im Durchschnitt 400 Autos“, informiert Stadtangestellter Armin Wolters. Er und sein Kollege stehen im Winter nur samstags von 11 bis 12.30 Uhr bereit, um die Anlieferungen der Grünabfälle zu steuern. Von März bis September gelten die Öffnungszeiten am Samstag von 9.30 bis 12.30 Uhr und zusätzlich auch am Mittwoch eine Stunde von 17 bis 18 Uhr.

„Wir kontrollieren nur stichpunktartig die Kennzeichen der Autos, auch wenn mal ein auswärtiges Kennzeichen dabei ist, sind es meistens Visselhöveder oder aus den Dörfern drumrum“, weiß Krassow aus Erfahrung. Die Annahme ist kostenlos.

Sechs Container stehen den Besuchern zur Verfügung, die meistens jetzt im Frühling, aber auch im Herbst schnell gefüllt sind. „Sind die Container voll, geben wir das der Entsorgungsfirma durch, die sie abholt, damit zur nächsten Abgabe wieder Platz ist“, so Wolters.

Wenn in die Container nichts mehr rein geht, kann man auf den freien Platz ausweichen und dort seine Gartenabfälle problemlos entsorgen. Die beiden Männer wissen aber, dass der Platz nicht ausreicht. Eine Vergrößerung ist in Planung.

„Die Kapazität sollte erweitert werden, denn wir brauchen einfach mehr Platz“, hofft Wolters auf ein wenig Entspannung. „Wir sind zu allen nett und freundlich. Ausnahmen sind Problemfälle. Da wird dann auch schon mal ein Platzverweis erteilt!“

Nicht nur Grünabfälle kann man im Paterbusch loswerden, auch Elektroklein- und Unterhaltungsgeräte wie Computer oder auch Fernseher werden angenommen und in Großcontainern gelagert. „Die Geräte gehen garantiert nicht nach Afrika“, schwört das Team. „Das wird geschreddert und wieder verwertet!“

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