FDP-Politiker Försterling sieht gymnasialen Zweig nicht auf der Kippe

Erfolgsmodell Oberschule

+
Die Zukunft der Oberschule macht ihnen keine Sorgen (v.l.): Bürgermeister Ralf Goebel, die FDP-Landtagsabgeordneten Björn Försterling und Jan-Christopgh Oetjen sowie Schulleiter Gerard Dyck.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Gute Nachricht für alle Visselhöveder Eltern und angehende Gymnasialschüler: Die Zukunft des gymnasialen Zweigs an der Oberschule scheint gesichert. Zumindest sieht es Björn Försterling, schulpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, so: „Aktuell müssen noch 26 Kinder für den gymnasialen Zweig nachgewiesen werden, aber es sieht so aus, dass die Arbeit der Schule eher zugrunde gelegt wird als einfach nur die Zahlen.“

Und von der Arbeit der Visselhöveder Oberschule zeigten sich Försterling sowie der hiesige FDP-Landespolitiker Jan-Christoph Oetjen, die am Montagmorgen die Einrichtung und die rund 450 Schüler in 21 Klassen besuchten, schlichtweg begeistert. „Das war genau der richtige Weg für Visselhövede, während der damaligen IGS-Diskussionen besser auf die Oberschule zu setzen, weil dieser Wunsch doch eher zu realisieren war“, so der Sottrumer Oetjen.

Nach anfänglicher Skepsis bezüglich des gymnasialen Zweigs hätte jetzt bei den Visselhöveder Eltern ein Umdenken eingesetzt, so Schulleiter Gerard Dyck, der gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Goebel den beiden Politikern das Konzept der Schule vorstellte. „Immer häufiger bevorzugen Eltern von Kindern mit Gymnasium-Empfehlung eine wohnortnahe Beschulung und kommen bis zur zehnten Klasse zu uns“, so Dyck.

Überhaupt sei eine Tendenz zu erkennen, dass es immer mehr Kinder in den sogenannten Z-Kurs schaffen. So werde der Unterricht für erweiterte Anfordnerungen auf gymnasialem Niveau genannt.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 wird von den fünften Klassen an aufsteigend voll integrativ unterrichtet. Das heißt, alle Schüler werden nicht mehr nach Schulformen getrennt, sondern besuchen gemeinsam eine Klasse. Innerhalb der Lerngruppen wird differenziert gearbeitet. Ab Klasse sechs gibt es in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch Lerngruppen auf zwei Niveaustufen, den sogenannten OBS-Kurs (Haupt- und Realschulniveau) für die Grundanforderungen und eben auch den Z-Kurs. Alle weiteren Fächer finden im Klassenverband statt. Erst ab Klassenstufe gibt es eine noch deutlichere Trennung zwischen Gymnasial-, Real- und Hauptschülern.

Für den Schulexperten Ralf Goebel, vor seinem Bürgermeisteramt Leiter der Scheeßeler Eichenschule, weise diese Form der Oberschule in den ersten Klassen sehr viele Parallelen zu Gesamtschulen auf, was oft dem Elternwillen entspräche. „Und wir haben hier mit der Mensa und der energetischen Sanierung für eine hervorragende Infrastruktur gesorgt.

Ein weiterer Vorteil des gymnasialen Zweigs in einer Oberschule, von denen es in Niedersachsen nur 30 gebe, sei die Berufsorientierung in dem Fach Wirtschaft, dass in Gymnasien in dieser Form nicht unterrichtet werde, informierte Dyck.

Aber auch die Kinder mit Hauptschulempfehlung seien in der Oberschule sehr gut aufgehoben, denn das Niveau der Klasse mit nur zwei, drei Hauptschülern sei höher als mit zwölf oder 13 Kindern. „Schwächere Schüler werden eher besser, als andersherum.“, so Dyck.

Mehr zum Thema:

Wie werde ich Bestatter/in?

Wie werde ich Bestatter/in?

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Meistgelesene Artikel

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Kommentare