Treck mit Tradition / Visselhöveder Reitsportfans zum 20. Mal nach Soltau

Fast wie im Wilden Westen

Mit Kutschen, Ponys und Pferden waren die Reiter unterwegs. - Foto: Kirchfeld

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Dieser Reiterurlaub der Familie Kusel hat nicht nur Tradition, sondern mittlerweile beteiligen sich auch andere Reitsportfans an dem ungewöhnlichen Treck nach Wild-West-Art, der nun bereits zum 20. Mal nach Soltau zog.

Samt Kutschen, Pferden und Ponys brach jetzt wieder eine ganze Gruppe Pferdsportler in die benachbarte Kleinstadt im Heidekreis auf, um ein paar schöne Urlaubstage hoch zu Ross zu verbringen. „Angefangen hat es 1997 mit einem kleinen Reit-Familienurlaub, an dem unter anderem mein damals zweijähriger Sohn Jonas und meine Cousine teilnahmen. Dann kamen immer mehr Freunde und kleine Kinder aus dem Reitverein hinzu. Mittlerweile nehmen bis zu 25 Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren an den Reiterferien teil“, berichtete die Organisatorin Kirstin Kusel, die dieses Mal 15 Kinder, davon drei Jungen, sowie 12 Pferde und drei Kutschen in ihrer Obhut hatte.

Unterstützt wurde sie von fünf weiteren Helfern, die tatkräftig mit anpackten und sich um die Pferde und Kinder kümmerten. „Alleine wäre das nicht zu schaffen“, blickte Kusel dankend zurück.

Die 22 Kilometer lange Strecke zum Menkenhof, fünf Kilometer von Soltau entfernt, wurde angesichts der starken Regenfälle in den vergangen Tagen tatsächlich trockenen Hufes und mit Bravour gemeistert.

„Wir sind am ersten Tag um 17 Uhr angekommen und hatten gerade unsere Pferde versorgt, da ging bereits der erste Wolkenbruch nieder.“ Kirstin Kusel hatte auch für den folgenden Regentag einen Plan B. „Da sind wir einfach ins Spielparadies Heidewitzka gefahren, da konnten sich die Kinder ordentlich austoben!“

Besonders der Menkenhof hat es den Reitfreunden angetan. „Es ist dort unglaublich großzügig! Wir haben viel Platz für uns und die Pferde. Auch die Wegstrecken sind toll für Fahrradfahrer und Reiter ausgelegt“, verdeutlichte Kusel. Herbergsvater Wilhelm Lütjens hat sich besondere Mühe gegeben für das Herrichten des Strohlagers, auf dem die kleinen und großen Reiter in Schlafsäcken nächtigten.

Neben den Ausritten in die idyllische Heidelandschaft, stand auch noch Schwimmen im Stichter See auf dem Programm, bevor es bei schönstem Sonnenschein wieder Richtung Heimat ging. „Es hat nicht jedes Kind ein Pony. Die Strecke würden die jungen Reiter gar nicht durchhalten. Daher dürfen sie abwechselnd mal reiten, mal mit der Kutsche mitfahren“, informierte die Reitlehrerin, die auch von ihrem Vater Siegfried Kusel unterstützt wurde.

Auf alle Fälle waren sich alle einig: „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“

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