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Von: Dennis Bartz

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Simbav-Leiterin Ina Helwig (l.) freut sich über die Unterstützung von Sabine Bente von den Lions und Jörg Schlichting von der Bürgerstiftung Visselhövede.
Simbav-Leiterin Ina Helwig (l.) freut sich über die Unterstützung von Sabine Bente von den Lions und Jörg Schlichting von der Bürgerstiftung Visselhövede. © Bartz

Das Familienforum Simbav bezieht die ehemaligen Räume der Bücherei im Haus der Bildung in Visselhövede. Dort gibt es künftig die Kleiderbörse Düt & Dat, einen offenen Treffpunkt für Familien und ein neues Angebot nur für Eltern.

Visselhövede – Bereits seit 2013 nutzen Familien die Eltern-Kind-Gruppen des Simbav im Haus der Bildung in Visselhövede – für viele weitere Angebote mussten sie aber bisher den Weg nach Rotenburg auf sich nehmen. Doch das ist bald vorbei: Denn das Familienforum zieht in die Räume der ehemaligen Bücherei. Das Team von Leiterin Ina Helwig hat dort in den vergangenen Wochen selbst renoviert, Wände gestrichen und Möbel aufgebaut. „Und nun freuen wir uns auf unsere neuen Räume“, so Helwig.

Am Montag, 7. Februar, eröffnet dort unter anderem ein offener Treffpunkt für Familien. Eltern können mit ihren Kindern spontan vorbeikommen, bei einem Kaffee plauschen, sich beraten lassen und bei Bedarf die Simbav-Angebote im Rahmen der Frühen Hilfen nutzen.

Das Simbav-Team ist komplett.
Das Simbav-Team ist komplett. © Bartz

Zusätzlich sind die Mitarbeiterinnen gerade dabei, das neue Düt & Dat einzurichten – eine Kleiderbörse für Kindermode, Spielzeug und mehr. „Endlich sind wir damit auch in Visselhövede vertreten. Eltern erhalten alles zu Preisen wie auf einem Flohmarkt. Dafür suchen wir weiter nach Kleiderspenden. Die Einnahmen kommen der Vereinsarbeit zugute“, erklärt Helwig.

Sie bedankt sich bei der Bürgerstiftung und bei den Lions in Visselhövede, die das Simbav bei der Einrichtung des Düt & Dat finanziell unterstützt haben. „Ohne diese großartige Hilfe wäre es hier nicht so schön geworden“, sagt Helwig.

SIMBAV MIT NEUEN ANGEBOTEN IM HAUS DER BILDUNG

Der Offene Treffpunkt für Familien und das Düt & Dat werden ihre Arbeit am Montag, 7. Februar, aufnehmen und sind ab dann montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 17.30 Uhr für Familien da. „Für die Kleiderbörse nehmen wir weiter Spenden an, getragene, aber gut erhaltene Kinderkleidung und Spielzeug“, sagt Simbav-Leiterin Ina Helwig. Wer ein Bettchen oder einen Kinderwagen abgeben möchte, meldet sich vorab unter 0152/27521365. Die Mitarbeiter des Elterntreffpunkts sind im Januar gestartet. Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Angebote, die dann spätestens im zweiten Quartal starten sollen. „Wir haben dafür auch schon erste Gespräche mit unseren künftigen Kooperationspartnern geführt“, so Helwig, die alle Eltern dazu einlädt, schon jetzt ihre Ideen einzubringen. Die ersten Frühstücks- und Kaffeetreffs sollen bereits im März stattfinden. Öffnungszeit des Elterntreffpunkts im Haus der Bildung sind montags bis donnerstags, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr. Weitere Infos gibt es unter www.simbav.de.

Ein weiteres neues Angebot in den Räumen ist der Elterntreffpunkt, der in Kürze eröffnen wird. Der Verein erhält dabei Unterstützung von der Förderorganisation Aktion Mensch, die das Projekt in den kommenden fünf Jahren mit rund 300 000 Euro unterstützen wird. „Wir leisten zusätzlich einen Eigenanteil von zehn Prozent“, so Helwig weiter.

Der neue Elterntreffpunkt unterscheide sich von den bekannten Simbav-Angeboten vor allem darin, dass in erster Linie die Eltern selbst angesprochen werden. Diese sollen dort die Möglichkeit bekommen, sich untereinander zu vernetzen und Projekte selbst zu entwickeln. Dabei gehe es vor allem um Themen, die Eltern älterer Kinder interessieren, etwa die Frage, wie sie den schweren Weg zurück in den Beruf meistern.

Der offene Treffpunkt startet im Februar.
Der offene Treffpunkt startet im Februar. © Bartz

Damit die Teilnehmer schnell und unkompliziert Anschluss finden, soll es künftig zwei Mal im Monat ein Elternfrühstück ohne Kinder geben, außerdem ein regelmäßiges Elterncafé. „Wir werden ein Kooperationsnetzwerk aufbauen und dabei Beratungsmöglichkeiten schaffen, die es noch nicht in Visselhövede gibt“, ergänzt Helwig. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten soll eine große Rolle spielen, um auch Eltern mit Migrationshintergrund leichter einzubinden. Das Simbav hat für das neue Projekt drei zusätzliche Stellen geschaffen, die mit den Mitteln von Aktion Mensch finanziert werden. Zusätzlich werden auch Ehrenamtliche im Einsatz sein. „Es ist uns immer wichtig, die Menschen im Ort zu beteiligen, denn auf diese Weise entstehen Angebote, die die Familien wirklich brauchen“, erklärt Ina Helwig.

Ralf Goebel, Bürgermeister der Stadt Visselhövede, unterstützt das: „Denn auf diese Weise entsteht eine ganz andere Verbundenheit, und die Teilnehmer werden selbst zu Multiplikatoren in der Gesellschaft.“

Als Freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe darf das Simbav während der Pandemie seine Arbeit ohne größere Einschränkungen fortsetzen. „Das ist wichtig, damit die Eltern besonders in dieser schwierigen Zeit nicht auf Unterstützung verzichten müssen“, betont Helwig.

Mutter Stefanie Norden (l.) mit Sohn Benjamin und Mitarbeiterin Nadine Meyer.
Mutter Stefanie Norden (l.) mit Sohn Benjamin und Mitarbeiterin Nadine Meyer. © Bartz

So sei zum Beispiel die Aktion „Engel für Kinder“, eine Spendenaktion, zu der das Simbav in der Vorweihnachtszeit aufgerufen hatte, ein großer Erfolg gewesen. Eltern, die ihren Bedarf nachweisen, erhalten pro Kind einen Gutschein in Höhe von 20 Euro, den sie im Düt & Dat und für kostenpflichtige Angebote einlösen können. „Mehr als 8 000 Euro kamen dabei zusammen, so viel wie noch nie. Wir freuen uns, dass künftig auch Familien aus Visselhövede davon profitieren können, ohne dafür extra nach Rotenburg fahren zu müssen“, so Helwig weiter. Wer diese Aktion unterstützen will, kann weiterhin auf das Simbav-Konto mit der IBAN DE 33 24 15 12 35 00 28 04 6498 bei der Sparkasse Rotenburg-Osterholz spenden. Wichtig ist das Stichwort „Engel für Kinder“.

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