Die Fassade bröckelt

Sanierungen am Fachwerk des Ex-Sonnentau-Bürohauses stehen an

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Die sogenannten Schwellhölzer sind marode und müssen erneuert werden. Teilweise ist das schon geschehen.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Was vor 100 Jahren gut war, ist es heute nicht mehr unbedingt. Das gilt besonders für das Fachwerk des Bürogebäudes der ehemaligen Honig- und Bonbonfabrik Sonnentau an der Visselhöveder Bahnhofstraße. Denn das ist teilweise ziemlich übel vergammelt. Und da die Stadt als Eigentümer den Komplex vermietet hat, müssen jetzt die Handwerker ran. Und das wird teuer.

Die genauen Kosten können derzeit aber noch nicht ermittelt werden, da erst nach dem Freilegen der alten und maroden Hölzer weitere Schäden sichtbar werden könnten, war im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung zu hören. „Wir rechnen aber schon mit 30.000 Euro insgesamt, um die Fassade wieder instand zu setzen“, informierte Bauamtsleiter Gerd Köhnken die Ausschussmitglieder.

Zwar seien die tragenden Außenwände bei der Sanierung des Gebäudes, das an das Kompetenzzentrum Ökolandbau vermietet ist, in den Jahren 2002 bis 204 teilweise gemacht worden, jetzt zeigten sich aber erhebliche Mängel an der Holzkonstruktion. „Insbesondere die sogenannten Schwellhölzer im Erdgeschoss sind so marode, dass da darüberliegende Mauerwerk die Balken zusammendrücken“, so Köhnken.

Die Stadt habe sofort reagieren müssen und einen besonders geschädigten Bereich von einem Maurerbetrieb und einem Zimmereiunternehmen sanieren lassen. „Die Kosten belaufen sich dabei auf rund 5000 Euro“, so Köhnken.

Relativ neues Schwellholz muss erneuert werden

Ein weiterer Bereich werde noch in diesem Jahr angefasst. So sei rechts vom Haupteingang ein relativ neues Schwellholz schon wieder so angegriffen, dass es komplett erneuert werden müsse. Dort ruhe die Außenwand auf einem 90 Zentimeter hohen Mauerwerkssockel mit Fundament, der zu allen Seiten ausbeule. „Da müssen wir nach der Ursache suchen und vielleicht auch Stabilisierungsmaßnahmen einleiten“, erläuterte der Fachmann, der jetzt auf Angebote örtlicher Firmen wartet. Denn diese Arbeiten müssten unverzüglich erledigt werden.

Die Sanierung weiterer beschädigter Stellen an allen Seiten des Gebäudekomplexes wie gekippte Mauerwerksfächer, marode Hölzer und abgeplatzte Verfugungen steht im kommenden Jahr auf der Agenda. Dafür schlägt die Verwaltung vor, 15.000 Euro in den Haushalt 2018 einzustellen.

„Wir haben für das Gebäude im Rahmen der damaligen Stadtsanierung Fördergelder bekommen, also sind wir auch verpflichtet, das Gebäude zu erhalten“, stellte Bürgermeister Ralf Goebel klar, dass eine Sanierung alternativlos sei.

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