Abschied nach 36 Jahren im Kindergarten

Fabula-Chefin Gisela Teschke geht in den Ruhestand

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Gisela Teschke (Mitte) geht nach 36 Jahren im Kindergarten Fabula in den Ruhestand. Irmtraud Pape (l.) wird neue Leiterin.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Nein, wie viele Kinder sie in all den Jahren betreut hat, weiß sie nicht so genau, aber eines weiß sie sicher: „So ganz einfach wird der Abschied nicht, und bestimmt werden auch einige Tränen vergossen.“ Aber die sind Gisela Teschke sicherlich auch vergönnt, denn einen Kindergarten nach 36 Jahren in verantwortlicher Position zu verlassen, geht schon unter die Haut.

„Aber ich möchte gerne gehen, auch wenn es schwer- fällt. Aber ab Juli stehen schöne Reisen mit unserem Wohnmobil auf dem Terminkalender“, sagt Teschke, die in diesem Sommer 62 Jahre alt wird. Im Laufe der Jahre hat sie gleich vier Dienstherrn (Stadtdirektor Erhard Grunhold sowie die Bürgermeister Jens Kullik, Franka Strehse und Ralf Goebel) gehabt, mit denen sie so manches ernste Gespräch führen musste, wenn es um die Belange ihres Kindergartens geht, denn der steht bei Teschke über allem.

Täglich werden 38 Mittagessen zubereitet

Von 1982 an hat die Kindertagesstätte eine rasante Entwicklung vollzogen. „Gestartet sind wir mit sechs Mitarbeiterinnen, die die Kinder nur vormittags betreut haben. Heute sind wir 14 Erzieherinnen in einem Ganztagskindergarten, in dem allein 38 Mittagessen zubereitet werden“, erzählt die Jeddingerin.

Vor 16 Jahren war Teschke mit dabei, als der Name „Fabula“ feierlich enthüllt worden war und auch 2013 als die erste altersübergreifende Gruppe betreut wurde. „Das sind alles ganz schöne Erinnerungen“, betont die Kita-Leiterin, die bis auf eine Erziehungspause nahezu ununterbrochen ihren Dienst „immer noch sehr gerne“ verrichtet.

Nur einmal nicht: „Im Januar 2014 hat ein gerissenes Rohr in der Wand unseren ganzen Kindergarten mit Wasser geflutet.“ Damals sei Improvisationstalent gefragt gewesen, denn die Reparatur sei bei laufendem Betrieb geschehen. „Wir haben sozusagen mit doppelten Boden gearbeitet.“

„Manche Mitarbeiterinnen und Eltern waren noch nicht gebore, als ich meinen Dienst begonnen habe“

Heute freut sich Teschke, die nach eigenen Angaben ein „sehr gutes Namensgedächtnis hat“, über Eltern, die selbst mal von ihr betreut worden sind und die jetzt ihre eigenen Kinder in den Fabula bringen. „Das ist schon interessant, wenn man den Familienweg so verfolgen kann. Manche Mitarbeiterinnen und Eltern waren 1982 noch nicht geboren, als ich meinen Dienst begonnen habe.“

Aber die vielen, vielen Kinder, die sie auf dem Schoß geschaukelt hat, brachten bei der Geburt des eigenen Sohnes auch ein Problem mit sich: „Und das war die Namensgebung. Denn mit jeden Vornamen habe ich im Kopf ein bestimmtes Kind in Verbindung gebracht. Das war ganz und gar nicht einfach.“ Letztlich ist es dann ein Jan geworden – aber auch nach einem Vorbild aus dem Kindergarten.

„Nach den Sommerferien bekommt der Fabula sogar noch eine Ganztagskrippe hinzu“, informiert die Kita-Leiterin. Aber dann wird ihre Nachfolgerin Irmtraud Pape die Chefin an der Straße Auf der Loge sein und Teschke die nähere und weitere Umgebung auf vier Rädern mitsamt Schlafplatz erkunden.

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