Erste Gesprächsrunde in Bothel / Räumlichkeiten gesucht / Tauschbörse geplant

Hilfe für Asylbewerber

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Rund 50 Personen aus der Samtgemeinde wollen Flüchtlingen helfen

Bothel - Ein Kennenlernen, Hilfe im Alltag zu leisten, in der Straße oder von Gemeinde zu Gemeinde zu organisieren – darum ging es beim Informationsabend, zu dem die Samtgemeinde Bothel ins Bürgerhaus Interessierte eingeladen hatte, die den Asylbewerbern helfen möchten. Mehr als 50 Personen fanden sich ein.

„Mit dieser starken Resonanz habe ich gar nicht gerechnet“, strahlte Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle. „Dieser Abend soll helfen, dass sich die Helfer kennen lernen.“ Er freue sich, dass viele Vertreter aus den Vereinen, der Kirche und der Politik aus allen Mitgliedsgemeinden vor Ort gewesen seien. Wir beabsichtigen, ein kleines Netzwerk aufzubauen, um Flüchtlingen in der Samtgemeinde besser unterstützen zu können“, so Eberle.

Wer als Asylbewerber im Landkreis Rotenburg strandet, dem fehlt es zunächst an allem: an Kleidung, einer Bleibe, an Ausstattung und an sozialen Kontakten in einem fremden Land. Oftmals verhindert die Sprache im ersten Moment eine Kommunikation mit dem Umfeld. „Wir brauchen Dolmetscher. Wir wünschen uns einen Ansprechpartner für die aufgenommenen Flüchtlinge in den Dörfern oder auch für einzelne Themen wie Mobilität oder Mobiliar. Denn ein ganz großes Thema ist das Fahrrad. Hier suchen wir natürlich Personen, die Räder zur Verfügung stellen, und auch Räder reparieren“, schilderte Eberle.

Um Flüchtlinge mit Mobiliar auszustatten, muss der Samtgemeinde erst einmal bekannt sein, wer was anbieten kann. So kam an diesem Abend die Idee auf, eine Tauschbörse im Internet auf den Seiten der Samtgemeinde einzurichten, in dem jeder sich per Mail meldet, was er an Ausstattung für einen Haushalt entbehren kann. „Derzeit haben wir aus 13 unterschiedlichen Nationen 70 Flüchtlinge aufgenommen, die wir in fünf Mitgliedsgemeinden untergebracht haben“, informierte Birgit Ahlswe von der Verwaltung. Darunter befänden sich 15 Familien und 13 Einzelpersonen sowie insgesamt 27 Kinder vom Baby bis zum Schüler.

Die meisten Flüchtlinge stammen vom Balkan. „Bis zum Sommer werden noch mehr zu uns kommen. Das hat das Land bereits mitgeteilt. Daher sucht die Samtgemeinde händeringend Wohnraum“, so Ahlswe.

„Vermieter sollten sich bei uns melden. Die Samtgemeinde tritt bei Vertragsabschluss als Mieter auf“, betonte Eberle, der sehr begrüßt, dass die Kirchengemeinde Brockel im Gemeindehaus Arche für Neuankömmlinge ein Café anbieten möchte.

woe

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